Outfit # 8 – über mein Dasein als Sozialer Sellerie

“Ich hätte so gerne dein Selbstbewusstsein…”

“Ja, ich auch…” , wird ein kleines Stimmchen in meinem Kopf laut, “ich auch”…

Als Blogger präsentiert man sich – das liegt in der Natur der Sache – in jedem von uns steckt ein Stückchen Rampensau, klar, sonst würden alle Blogger einfach im stillen Kämmerchen Tagebuch schreiben, wozu sich die Mühe machen, es der Welt zu präsentieren? Da kommen wir nicht drum rum, ist ja auch nicht sonderlich schlimm.

Aber daraus zu schliessen, mein Selbstbewusstsein hat die Ausmasse der Freiheitsstatue – nun, da liegt man leider total falsch.

Wenn es um soziale Interaktion im realen Leben geht, da wird aus der etwas wild wirkenden Frau mit den bunten Haaren und vielen Tattoos ganz schnell sozialer Sellerie…

 

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OUTFIT # 7 – Summertime

Die 10,5 Wochen Sommerferien (ja, richtig gelesen, zehneinhalb Wochen) sind rum, der Grosse wieder von 7 bis 15 Uhr aus dem Haus, die Nachbarskinder ebenfalls in der Schule, hier herrscht entsprechend eine seltsame Ruhe. Mini alleine ist friedlich und ruhig und fängt an, sich eine ganze Weile alleine zu beschäftigen und mich wegzuschicken, so dass ich erstaunlich viel Zeit habe, so ganz plötzlich. Nach den stressigen und anstrengenden Ferien ist das aber auch nett und ich will gar nicht motzen. 

So kann ich mich dem Blog widmen, der die letzten Wochen und gar Monate brach lag und viel zu still war. 

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Outfit #5 – Widerliche Positivität

Ist es nicht wunderbar, wie das Leben einem Steine in den Weg wirft und alle Pläne und Hoffnungen, die man so macht und hegt, einfach in sekundenschnelle über den Haufen werfen kann, so dass wir lernen, neue Perspektiven zu sehen und so dass wir stärker und klüger durch die Lehren des Lebens werden? Ist es nicht herrlich, wie das Leben uns mit immer neuen Prüfungen belegt, damit wir als bessere, erfahrenere Menschen daraus hervorgehen können?
DANKE LEBEN!

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Outfit # 4 – Afrotatscher

Wir sind im Supermarkt, Khaleesy hilft mir gerade dabei, Obst auszusuchen, auf einmal nähert sich eine Dame, legt den Kopf schief und schaut meine Kleine an: „Oh, wie süss und diese Locken, diese Haare, herrlich, die schauen so weich aus….“ Und bevor ich es registriere und verhindern kann, streckt ebendiese Dame die Hand aus, Richtung Lockenschopf meines Kindes.
*tatsch*
*fühl*

Ein entschuldigender Blick in meine Richtung, als mein ungläubiger und wohl leicht wütender Blick registriert wird – auch wenn ich mittlerweile meine Zunge doch ganz gut im Griff habe, meine Gesichtszüge leider noch nicht so – „Oh, ich war nur neugierig, wie sich die Haare wohl anfühlen, wirklich zu süss, so ein wundervoller Lockenschopf…“

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Outfit #3 – Früher war Alles Besser

„Früher war Alles besser!“
„Früher haben wir auch… und wir leben auch noch!“
Sätze, die mich ankotzen, mich leicht wütend werden lassen, über solch simplistische Naivität, Sätze, die mich schlicht und einfach nur noch nerven, die aber andauernd immer wieder auf einen einprallen.


Woher kommt eigentlich diese naive Melancholie nach der Vergangenheit, die verklärte Ansicht, dass früher in der Tat das Leben besser, einfacher und generell viel toller und sowieso war?
Denn ganz faktisch betrachtet, so hübsch Möbel oder auch die Mode aus den 20ern anzusehen sind, so wunderbar faszinierend und dekorativ und wunderhübsch Vintage auch sein mag, um Nichts auf der Welt würde ich in der Vergangenheit, dem sogenannten Früher, zu dem Alle referieren scheinen, leben wollen.

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