Outfit # 8 – über mein Dasein als Sozialer Sellerie

“Ich hätte so gerne dein Selbstbewusstsein…”

“Ja, ich auch…” , wird ein kleines Stimmchen in meinem Kopf laut, “ich auch”…

Als Blogger präsentiert man sich – das liegt in der Natur der Sache – in jedem von uns steckt ein Stückchen Rampensau, klar, sonst würden alle Blogger einfach im stillen Kämmerchen Tagebuch schreiben, wozu sich die Mühe machen, es der Welt zu präsentieren? Da kommen wir nicht drum rum, ist ja auch nicht sonderlich schlimm.

Aber daraus zu schliessen, mein Selbstbewusstsein hat die Ausmasse der Freiheitsstatue – nun, da liegt man leider total falsch.

Wenn es um soziale Interaktion im realen Leben geht, da wird aus der etwas wild wirkenden Frau mit den bunten Haaren und vielen Tattoos ganz schnell sozialer Sellerie…

 

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Vom Primark Shopoholic zu ethischer(er) Mode

Etwas so Schönes wie Mode sollte nicht eine so schmutzige Vergangenheit haben.
Christina Wille, Loveco

In einem Land vor unserer Zeit, da sassen mal ein Mädchen und seine Mutter vor einem Kleidungskatalog und blätterten diesen Tee schlürfend und Kuchen essend gemeinsam durch. Mit einem altertümlichen Schreibutensil, einem sogenannten Kugelschreiber, malten sie hie und da so etwas wie Runen, immer dann, wenn ihnen ein Kleidungsstück gefiel. Danach blätterten sie den Katalog wieder durch, machten an den Markierungen halt und diskutierten über Vor- und Nachteile des jeweiligen Stücks. Auf einem seltsamen Zettel mit vielzähligen Feldern wurden dann allerlei Zahlen und Buchstaben eingetragen. Das Stück Papier wurde dann zeremoniell in weiteres Papier gepackt, einen sogenannten Umschlag, und dann mit einer Briefmarke – so nannte man das Bezahlmittel für die damalige Fernkommunikation – versehen. Zu guter Letzt wurde dieser Brief, wie man damals Fernkommunikation per Papier bezeichnete, per Post verschickt. Nach einigen Wochen Wartezeit kam dann ein Paket wiederum per Post bei einem zu Hause an, das ausgewählte Kleidungsstücke enthielt.
Ihr müsst wissen, das Mädchen und seine Mutter lebten in einer Zeit, in der es noch kein Onlineshopping gab. Damals gingen die Leute in die Innenstadt und in ein Geschäft, oder aber sie bestellten ihre Kleidung aus einem Katalog. Das ist quasi ein Onlineshop, nur gedruckt und zum Buch gebunden…

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Outfit #5 – Widerliche Positivität

Ist es nicht wunderbar, wie das Leben einem Steine in den Weg wirft und alle Pläne und Hoffnungen, die man so macht und hegt, einfach in sekundenschnelle über den Haufen werfen kann, so dass wir lernen, neue Perspektiven zu sehen und so dass wir stärker und klüger durch die Lehren des Lebens werden? Ist es nicht herrlich, wie das Leben uns mit immer neuen Prüfungen belegt, damit wir als bessere, erfahrenere Menschen daraus hervorgehen können?
DANKE LEBEN!

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Outfit #3 – Früher war Alles Besser

„Früher war Alles besser!“
„Früher haben wir auch… und wir leben auch noch!“
Sätze, die mich ankotzen, mich leicht wütend werden lassen, über solch simplistische Naivität, Sätze, die mich schlicht und einfach nur noch nerven, die aber andauernd immer wieder auf einen einprallen.


Woher kommt eigentlich diese naive Melancholie nach der Vergangenheit, die verklärte Ansicht, dass früher in der Tat das Leben besser, einfacher und generell viel toller und sowieso war?
Denn ganz faktisch betrachtet, so hübsch Möbel oder auch die Mode aus den 20ern anzusehen sind, so wunderbar faszinierend und dekorativ und wunderhübsch Vintage auch sein mag, um Nichts auf der Welt würde ich in der Vergangenheit, dem sogenannten Früher, zu dem Alle referieren scheinen, leben wollen.

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