20 einfache Veränderungen, um Deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten – ganz ohne an Baumborke knabbern zu müssen

Klimawandel? Ach was ein Schwachsinn, pure Panikmache. Das Klima hat sich doch schon immer verändert, Eiszeit und so… 
Öko und nachhaltig? Das ist doch für so Hippies mit fusseligen Haaren, die Birkenstocks tragen und in Sackleinen gehüllt an Baumborke knabbern… 
Nach mir die Sintflut, im wahrsten Sinne des Wortes wohl, wenn wir an schmelzende Polarkappen und steigende Meeresspiegel denken. 
 
So war früher meine Einstellung. 
Mittlerweile habe ich viel gelernt, viel gelesen, mich ordentlich informiert und denke natürlich nicht mehr so.  Statt dessen bin ich mehr und mehr besorgt, wohin uns unser egoistischer Lebensstil bringt, was machen wir eigentlich mit der Erde? Und noch viel wichtiger, was hinterlassen wir den kommenden Generationen und wie viele Generationen können denn da überhaupt noch kommen und überleben? 
Und dann blickte ich hin und her, zwischen meinem Styropor To Go Becher und meinen Kindern, die gerade einen Regenwurm bewunderten. Was tat ich da? War mein persönlicher Luxus und meine Bequemlichkeit wirklich die Welt wert? 

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USA – Klischees, Vorurteile und Fragen rund ums Leben in den USA – Teil 1

Über das Leben in den USA gibt es viele Vorstellungen, Vorurteile und Klischees. Aber was ist eigentlich dran an so Kram wie „Amis sind dick und essen nur Burger“ und „überall Ghettos“? 
Auch Fragen, wie dies und das hier drüben abläuft oder so ist, erreichen mich immer und immer wieder. Nach mehr als 5 Jahren USA will ich euch mal einen kleinen Einblick geben. 
In dieser neuen Blog-Reihe will ich diverse Klischees unter die Lupe nehmen und schauen, wie viel Wahrheit denn so dahinter steckt und was dran ist, an den Vorstellungen und Vorurteilen, über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 
Jeden 2. Montag wird ein neuer Beitrag online kommen, in dem ich Klischees über das Leben in den USA und Fragen zum Thema unter die Lupe nehme und für Euch beantworte. 

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Life Update #5 – Panikattacken, Umzüge und Zendalas

Es war etwas still die letzten Wochen und Monate hier, es war stressig und ich nicht unbedingt in bester Verfassung, also blieben viele Dinge, unter anderem der Blog, erstmal auf der Strecke…
Ich habe in der Zeit versucht, mich mit allerlei Dingen abzulenken, so wie ich es in meinem Post zum Thema Panikattacken, Angststörungen und erste Hilfe schon beschrieben habe, ich habe viel gelesen, aber auch viel gemalt, nur Schreiben, das ging in der Zeit irgendwie einfach nicht, wie so vieles Andere… 

Wenn sonst nix geht und die Gedanken immerzu rasen, dann hilft mir oft nur noch malen. Meditation habe ich bereits zu oft recht fruchtlos versucht, ich kann meine Gedanken nicht abstellen, aber ich kann sie fokussieren, wenn ich Dinge wie Mandalas oder Zendalas male. Und genau das habe ich die letzten Tage getan. Es gibt ehrlicherweise kaum etwas Entspannenderes für mich, mein Hirn ist so in die Arbeit absorbiert, dass für Sorgen kaum Platz bleibt. Also genau das, was ich brauche. Das Bild mit dem Spruch ist mir leider misslungen, #Lettering muss ich wohl noch üben. Das Bild mit dem K kommt ins Kinderzimmer, dem Grossen hat es so gut gefallen. Das wird gerahmt und aufgehängt. Was ist DEINE perfekte Ablenkungsbeschäftigung, wenn sonst so gar nichts geht? . . . . . . . . #Mandala #zeichnen #Zendala #malen #Muster #gemalt #drawing #blackandwhite #detail #art #artist #therapy #imnotpicasso #mandalaart #zentangle #penart #anxiety #panikattacken

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Mit Stress meine ich hier übrigens nicht, dass mein Leben ja ach so furchtbar anstrengend ist, eher emotionaler und privater Stress in Kombination mit Wohnungssuche aus der Hölle. Colorado ist bei Zuwanderern in den USA schon seit Jahren wegen der Cannabis Legalisation sehr beliebt, unter den Top Ten Bundesstaaten, die die grösste Zuwanderungsrate haben – entsprechend sind auch die Lebenshaltungskosten, Strompreise, Wasserpreise, aber eben auch Mieten in den Jahren explodiert. Mittlerweile gehört Colorado mit zu den Bundestaaten mit den höchsten Lebenshaltungskosten, im Staat selber ist durch die Masse an Zuwanderungen eine grosse Wohnungskrise entstanden. Das haben auch wir, sich auf Wohnungssuche befindend, mitbekommen.  Weiterlesen „Life Update #5 – Panikattacken, Umzüge und Zendalas“

Angststörung und Panikattacken – eine Übersicht, Behandlungsoptionen und Erste Hilfe

Es ist ein schöner Tag, das Wetter ist angenehm, die Vögel zwitschern und die Luft ist von Kinderlachen erfüllt, das vom Spielplatz dringt. Wir wandern durch den Park, ich geniesse die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht und sehe den Kindern hinterher, die laut juchzend auf den Spielplatz zu laufen und Hallos mit den bereits spielenden Kindern austauschen. 

Ich steuere mit meinem Kaffee in der Hand eine Parkbank gleich am Rande an, die Kinder schon in ihre Phantasiewelt und Piratenabenteuer vertieft, und krame in meiner Tasche nach meinem Buch. Ich finde es und blättere auf der Suche nach der Stelle, an der ich gestern aufgehört habe zu lesen, darin herum. Ich finde sie, blicke noch mal auf die Kinder, die wohl mittlerweile Dinosaurier sind und sich jagen, sie sind in Blickweite, gut. Ich vertiefe mich in mein Buch.

Plötzlich verschwimmen die Buchstaben.
Wie ein Nebel legt sich um mich, die Welt scheint sich viel schneller zu drehen, zu schnell…
Ich kann nicht atmen!
Ich bekomme keine Luft!

ANGST!
Unglaubliche Angst macht sich in mir breit.
Ich bekomme keine Luft, Alles dreht sich, um meine Brust ein Gewicht, als wolle es mich erdrücken.
Wovor habe ich eigentlich Angst?
Ich weiss es nicht…
Aber ich kann nicht atmen…

Ich zittere, das Buch gleitet mir fast durch die schwitzigen Hände.
Ich krampfe sie zusammen.
Halte das Buch fest.
Ich klammere mich daran fest.
Ich bekomme keine Luft…

Ich entkrampfe meine Hände wieder etwas und zwinge mich dazu, zu atmen, Luft zu holen.
Mein Atem geht stossweise.
ANGST!
Alles dreht sich…

Ich bekomme keine Luft! – Doch…
Ich atme, noch immer abgehackt, aber langsam immer kontrollierter.
Ich KANN atmen…!
ANGST!
Ich schliesse die Augen, die Sonne blendet.
Kindergeschrei, Lachen, Vogelzwitschern.
Ich spüre Papier zwischen meinen Fingern.

Atme!
Atme!

Der Nebel lüftet sich langsam, die Kinder sind nun Polizisten und jagen Sandkastenförmchenräuber.
Die Angst verschwindet langsam. Langsamer, als sie gekommen ist.
Ich atme.
Es ist vorbei…

Es war die dritte Panikattacke diese Woche, dabei hatten wir gerade mal Dienstag. Sie kam, wie fast immer, ohne Vorwarnung, wie eine Naturgewalt, nur um dann wieder zu verschwinden.

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Vom Primark Shopoholic zu ethischer(er) Mode

Etwas so Schönes wie Mode sollte nicht eine so schmutzige Vergangenheit haben.
Christina Wille, Loveco

In einem Land vor unserer Zeit, da sassen mal ein Mädchen und seine Mutter vor einem Kleidungskatalog und blätterten diesen Tee schlürfend und Kuchen essend gemeinsam durch. Mit einem altertümlichen Schreibutensil, einem sogenannten Kugelschreiber, malten sie hie und da so etwas wie Runen, immer dann, wenn ihnen ein Kleidungsstück gefiel. Danach blätterten sie den Katalog wieder durch, machten an den Markierungen halt und diskutierten über Vor- und Nachteile des jeweiligen Stücks. Auf einem seltsamen Zettel mit vielzähligen Feldern wurden dann allerlei Zahlen und Buchstaben eingetragen. Das Stück Papier wurde dann zeremoniell in weiteres Papier gepackt, einen sogenannten Umschlag, und dann mit einer Briefmarke – so nannte man das Bezahlmittel für die damalige Fernkommunikation – versehen. Zu guter Letzt wurde dieser Brief, wie man damals Fernkommunikation per Papier bezeichnete, per Post verschickt. Nach einigen Wochen Wartezeit kam dann ein Paket wiederum per Post bei einem zu Hause an, das ausgewählte Kleidungsstücke enthielt.
Ihr müsst wissen, das Mädchen und seine Mutter lebten in einer Zeit, in der es noch kein Onlineshopping gab. Damals gingen die Leute in die Innenstadt und in ein Geschäft, oder aber sie bestellten ihre Kleidung aus einem Katalog. Das ist quasi ein Onlineshop, nur gedruckt und zum Buch gebunden…

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