Anxiety and Panic Attacks – A comprehensive guide, treatment options and immediate self-help resources

It is a beautiful day, mild, the sun is shining, birds are singing, kid’s laughter is to be heard from the nearby playground, butterflies flutter by…
I am enjoying the warm rays of the sun on my face, slowly walking through the park, the kids already running towards the playground, shrieking in excitement, waving hellos to the other kids. I sit down on a bench, coffee in hand, and start rummaging around in my bag. I know, I still had a book in there and this is the perfect opportunity to continue reading it. The kids will be busy for quite a while, any effort to pry them loose from their imaginary adventures will prove to be futile – I am well prepared to spend at least an hour on this park bench…
Another glance at the kids to make sure they are safe and in eye sight, I flip through the pages, trying to find the page where I left off last night. The kids are laughing, running, in their own world. I start reading…

A moment later, the letters on the page start to blur, I can’t make them out anymore. Like a dark fog, a surreal, irrational fear starts to close in, my heart starts beating faster and my breath is short, a heaviness around my chest, closing in, I can’t breathe, I can’t breathe… I am getting dizzy, I can’t really see well anymore, the world seems to be spinning so fast, the sunlight is blinding, every noise alarming. I feel like running, but I can’t move, or breathe, or think. I can’t breathe…
I am so afraid.
But why am I so afraid?
There’s nothing to be afraid of…
I can’t breathe…
I can’t move…
The heaviness on my chest.
My palms sweaty, the book almost gliding through my fingers, I am trembling…
I can’t breathe…
What am I so afraid of…?

I am taking gasps of air, then remind myself to try to breathe calmly. I squeeze my fists, clench them hard, then release, I CAN move.
I CAN breathe…
Slowly, calmly…
I am so goddamn afraid and I don’t know why!
BREATHE!

The fog seems to retreat as I force my breathing to become more regular, still clenching and unclenching my fists.
The bird’s singing and the kid’s laughter breaks through the fog.
BREATHE!
I can breathe…
I can breathe…
I am still alive…
It is over.
There was nothing to be afraid of…

It was just a panic attack. Another one. The third one this week and it is only Tuesday. But I survived it like so many before. Some are harder to get through than others, some last longer, some go by quickly. They are all unexpected, but well feared, without a warning sign, like a bad storm that hits you and then retreats and leaves you with the aftermath.

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Mythen und Irrglauben über Suizid – ein Aufklärungsartikel

Ich will sterben.

Wie geht man damit um, wenn man diesen Satz im Umfeld hört?
Wie kann man jemandem helfen, der Todessehnsucht äussert und KANN man der Person überhaupt helfen und sollte man überhaupt? Ist es denn nicht so, dass Leute, die wirklich Suizid begehen wollen, es einfach tun und nicht drüber reden? Will die Person jetzt nur Aufmerksamkeit?

Suizid ist immer noch grosses Tabuthema, kein Wunder, es ist mit Leid und Schmerz verbunden, sicherlich kein Thema, das man beim Sektfrühstück mit Freunden neben der Diskussion darum, welchen Film man sich am Wochenende im Kino anschaut, einfach mal eben so bespricht. Eigentlich redet man gar nicht drüber…

Und genau das ist das Problem.

Man redet nicht drüber, es ist tabu, so zu denken, ist tabu. Sterben zu wollen, ist tabu. So zu leiden, dass man mit dem Leben nicht mehr klarkommt, ist tabu. Es ist egoistisch. Es ist schwach. Es ist faul. Es ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit, der gerade in dieser Form gerne ignoriert und nicht ernst genommen wird. Es ist ein No Go. Es ist undankbar. Es ist ein Tabu.

Heute soll es um Missverständnisse und Vorurteile und falsche Vorstellungen zum Thema Suizid gehen, das Ziel ist es, durch Aufklärung mehr Verständnis und mehr Hilfsoptionen für Betroffene und Angehörige an der Hand zu haben und eventuell sogar Freitode verhindern zu können.

VORSICHT – DIESER ARTIKEL ENTHÄLT EVENTUELL TRIGGERNDE INHALTE ZUM THEMA SUIZID 

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Trendspielzeug Fidget Spinner

Aktuell sieht man sie an jeder Ecke, Kinder wirbeln schillernde, schimmernde, manchmal sogar leuchtende Scheiben und seltsame Teile umher, Amazon verzeichnet Rekordzahlen bei den Bestellungen – Fidget Spinner oder auch Hand Spinner genannt, sind der neueste Schrei und aktuell extrem hip und angesagt.
Was Viele aber nicht wissen: diese Spielzeuge sind weder neu, sondern eine Erfindung aus den 90ern, noch wirklich ein Spielzeug, als eher therapeutisches Mittel.

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DU BIST NORMALER, ALS DU DENKST… EINE INTERVIEW REIHE – LEBEN MIT PSYCHISCHEN STÖRUNGEN, BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE BERICHTEN – Mein Mann berichtet

Letztens habe ich meine Geschichte veröffentlicht und offen über mein Leben mit psychischen Störungen geschrieben. Das war der Auftakt zu einer Interview Reihe mit Betroffenen und Angehörigen, jeden Freitag kommt eine neue Geschichte und Lebenserfahrung hier auf LostBehindTheMirror online.
Heute wird es noch einmal persönlich, bevor es dann mit EUREN Geschichten weitergeht, mein Mann berichtet – als Angehöriger über das Leben mit MIR.

Wir sind seit bald 8,5 Jahren zusammen, seit über 6 Jahren verheiratet, wir waren nach einer Woche verlobt, 2 gemeinsame Kinder, haben meinen Suizidversuch und seine Verletzung im Einsatz im Afghanistan gemeinsam durchgestanden, ich bin von England nach Deutschland gezogen und dann in die USA, wir haben also so Einiges gemeinsam durch.
Hättest Du Interesse daran, dass ich mal unsere “Lovestory” aufschreibe? Wie wir uns kennengelernt haben, wie das eigentlich kam, das wir nach einer Woche verlobt waren und wie das war, als er im Einsatz war, als er verletzt wurde etc.?

Aber heute ist etwas anderes Thema hier, nämlich wie denn das Leben so ist, mit Jemandem, der wegen Chicken Nuggets anfangen kann zu heulen, wie ein kleines Kind, mit Jemandem, dessen Stimmung jede Sekunde komplett ins Gegenteil kippen kann.
Wie ist das Leben mit Jemandem, dem man vor Jahren wortwörtlich das Leben gerettet hat, indem man einen Suizid durchkreutzt hat?
Wie ist das Leben mit Jemandem, der im Supermarkt anfängt zu weinen, weil eine Panikattacke eingetreten ist?

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Du bist normaler, als du denkst… Eine Interview Reihe – Leben mit Psychischen Störungen, Betroffene und Angehörige berichten

Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich nun schon angefangen habe, zu tippen, nur, um dann doch wieder Alles zu löschen…
Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll. In der Regel fängt man am Anfang an, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man nicht weiss, wann der eigentlich war. Oder warum. Es ist wie die Frage danach, wann und warum der Urknall eigentlich genau war. Oder ob die Henne oder das Ei eher da waren – mittlerweile geht man ja davon aus, dass das Ei zuerst da war, sogar das ist einfacher, als der Anfang dieses Textes…
Kleinere Schreibblockaden sind keine Seltenheit, meist kommen sie auf, wenn ich noch nicht so ganz sicher bin, was ich eigentlich schreiben will. Sie vergehen meist schnell wieder. Das hier ist aber anders. Ich weiss genau, worüber ich schreiben will, das Thema ist klar, die Geschichte schon längst passiert, ich war bei allem dabei, kenne jedes Detail. Aber sie in Worte zu fassen, zu Papier zu bringen, sie zu verewigen, das fällt schwer. Jedes Wort, jeder Satz hört sich fremd an, falsch…
Ich weiss auch, was es ist, das mich so behindert. Scham, Angst, das immer neu heraufwallende Gefühl “Warum kann ich eigentlich nicht normal sein…?”
Normal. Was ist schon normal? Normal ist vor allem relativ…


Aber auch dieses Wissen ist kein Trost. Die bohrende Frage bleibt, sie kommt immer wieder, egal in welche tiefen, dunklen Ecken ich sie dränge, sie findet immer wieder ihren Weg zurück an die Oberfläche, um dann nur noch dringlicher zu scheinen, mich fast anzubrüllen. Mitschwingend eine dunkle, unausweichliche Wahrheit, die mit jedem Mal, das ich diese Frage stelle, nur deutlicher wird: du bist NICHT normal. Kein Warum erstmal, nur diese kleine Feststellung, diese kleine Wahrheit, die so Vieles manchmal so schwer macht.
“Was ist schon normal…?”, versuche ich mir noch ein weiteres Mal selbst Mut zuzusprechen. Mein Blick schweift auf ein paar Zeitungen, die einen Glamour Shot von Harley Quinn und dem Joer zeigen. Suicide Squad ist immer noch hip, die alten Gegner Batmans wurden neu aufgezogen, modernisiert, sie sind mittlerweile eigene Helden und Berühmtheiten, sind cool – nur eine Sache blieb: sie sind nicht “normal”, selbst in einer Welt voller Superhelden und Superbösewichte stechen sie heraus. Irres Gelächter, wirre Sätze, radikale Aktionen, unsere neuen Ikonen haben ne Schraube locker, das ist ganz klar, das war es schon immer. An Fastnacht und Halloween gab es zig Joker und Harley Kostüme, ihre Gesichter zieren Merchandise und T Shirts. Jeder will ein bisschen Joker und Harley sein, das irre Pärchen, das so viel Spass hat. Nicht normal sein ist cool. Ne Schraube locker haben, ist ok….
Nur eine Sache stört: Es ist mehr, als nur eine Schraube locker zu haben und sich nicht darum zu scheren, was Andere denken und zu tun, was man will. Ne Schraube locker haben ist nur solange ok, solange es irgendwie “ansehnlich” oder “cool” ist. Mit dem Rest, den wollen wir nicht sehen, damit wollen wir doch nichts zu tun haben…

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