INTERVIEW – Leben mit Psychischen Störungen – Betroffene und Angehörige berichten #10

„Psychische Probleme sind doch totale Frauensache.“ – Solche oder ähnliche Aussagen hört man immer und immer wieder. Psychische Probleme werden gerne eher der Frauenwelt zugeschoben, Männer, das „starke Geschlecht“, die haben sowas doch nicht. 
Aber immer mehr Männer treten mit ihren Leidensgeschichten und Erkrankungen an die Öffentlichkeit und gehen offen damit um und brechen mit dem gesellschaftlichen Rollenklischee des „harten Mannes ohne Gefühle“. Dieses Rollenklischee ist eines der markantesten Merkmale von Toxic Masculinity (ein englischer Begriff aus dem modernen, intersektionalen Feminismus, der schädliche Rollenbilder und giftiges Rollendenken im Bezug auf das, was als Männlich angesehen wird, beschreibt) und auch leider eines, mit den katastrophalsten Auswirkungen. Männer geben Probleme tendenziell ungern zu, aus Angst, schwach zu wirken, aber auch, nicht Ernst genommen zu werden. Bei Promis erfahren wir oftmals viel zu spät, dass massive Probleme herrschten, leider kommt oft erst nach einem Suizid die lange Leidensgeschichte der Betroffenen ans Licht. 
Dieses ändert sich gottseidank immer mehr, männliche Stars wie Ryan Reynolds, Dwayne „The Rock“ Johnson, Kevin Love (Basketballer der Cleveland Cavaliers), Patton Oswalt, Kid Cudi und viele mehr sprechen sich offen gegen das Stigma, das Psychische Krankheiten noch zu oft anhaftet, aus und ebnen den Weg für mehr Verständnis, Offenheit und Akzeptanz. 
Heute darf ich in meiner Interview Reihe einen Mann zu Wort kommen lassen, der uns offen und ungeschönt aus seinem Leben mit mentalen Problemen berichtet und zeigt, es kann jeden treffen. 

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20 einfache Veränderungen, um Deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten – ganz ohne an Baumborke knabbern zu müssen

Klimawandel? Ach was ein Schwachsinn, pure Panikmache. Das Klima hat sich doch schon immer verändert, Eiszeit und so… 
Öko und nachhaltig? Das ist doch für so Hippies mit fusseligen Haaren, die Birkenstocks tragen und in Sackleinen gehüllt an Baumborke knabbern… 
Nach mir die Sintflut, im wahrsten Sinne des Wortes wohl, wenn wir an schmelzende Polarkappen und steigende Meeresspiegel denken. 
 
So war früher meine Einstellung. 
Mittlerweile habe ich viel gelernt, viel gelesen, mich ordentlich informiert und denke natürlich nicht mehr so.  Statt dessen bin ich mehr und mehr besorgt, wohin uns unser egoistischer Lebensstil bringt, was machen wir eigentlich mit der Erde? Und noch viel wichtiger, was hinterlassen wir den kommenden Generationen und wie viele Generationen können denn da überhaupt noch kommen und überleben? 
Und dann blickte ich hin und her, zwischen meinem Styropor To Go Becher und meinen Kindern, die gerade einen Regenwurm bewunderten. Was tat ich da? War mein persönlicher Luxus und meine Bequemlichkeit wirklich die Welt wert? 

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Interview Reihe Psychische Störungen – Angehörige und Betroffene berichten – #7

Alles, was du dir im Geist vorstellst,
wird Wirklichkeit,
wenn du nicht aus dem Licht deines Herzens heraus trittst.

Indianische Weisheit

 

Niemals käme man auf die Idee, das gebrochene Bein zu verstecken, das man sich im Ski-Urlaub zugezogen hat, weil man Angst hat, deswegen verurteilt zu werden oder nicht Ernst genommen zu werden. „Weg mit den Krücken und stell dich nicht so an… “ würde man wohl eher wenig zu hören bekommen. Krankheiten, die sichtbar sind, deren Einschränkung direkt bemerkbar ist, werden selten heruntergespielt oder in Frage gestellt. Bei Krankheiten, die man nicht sehen kann, sieht das oft anders aus. Da wird oft versteckt, es fehlt der Mut, offen zu sein, aus Angst, dass einem nicht geglaubt wird, dass man nicht Ernst genommen oder sogar angegriffen wird. Wie will man denn auch beweisen, dass es einem so schlecht geht, dass man nicht aufstehen kann, wenn einem rein körperlich und äusserlich nix fehlt? 

Besonders extrem ist das im Bereich der psychischen Krankheiten, ein Tabuthema, etwas, worüber man nicht spricht, etwas, das man nicht sehen will. Die Betroffenen schweigen und leiden oft im stillen, was die Krankheit oftmals noch weniger erträglich macht und zusätzlich belastet. Das Stigma ist noch gross, die Missverständnisse und das Unwissen auch. 

Umso wichtiger ist, dass das angebliche Tabu gebrochen wird, diese Dinge thematisiert werden und weitläufige Aufklärung stattfindet. Dieses ist mitunter das Ziel dieser Interview Reihe mit Betroffenen und Angehörigen von psychischen Störungen. Die verschiedenen Geschichten aus allen Schichten, Geschlechtern und Lebensbereichen sollen aufzeigen, wie „normal“ und weit verbreitet diese unsichtbaren Krankheiten sind. Sie sollen anderen Betroffenen zeigen, dass sie nicht alleine sind und Nicht Betroffenen einen kleinen Einblick in das Leben mit diesen Krankheiten geben. 

Heute berichtet Julia vom Blog FreshStartEveryDay von ihrem Leben mit Depressionen und Borderline und wie sie ihr Leben mit diesen Krankheiten meistert. 

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Du bist normaler, als du denkst… Eine Interview Reihe – Leben mit Psychischen Störungen, Betroffene und Angehörige berichten

Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich nun schon angefangen habe, zu tippen, nur, um dann doch wieder Alles zu löschen…
Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll. In der Regel fängt man am Anfang an, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man nicht weiss, wann der eigentlich war. Oder warum. Es ist wie die Frage danach, wann und warum der Urknall eigentlich genau war. Oder ob die Henne oder das Ei eher da waren – mittlerweile geht man ja davon aus, dass das Ei zuerst da war, sogar das ist einfacher, als der Anfang dieses Textes…
Kleinere Schreibblockaden sind keine Seltenheit, meist kommen sie auf, wenn ich noch nicht so ganz sicher bin, was ich eigentlich schreiben will. Sie vergehen meist schnell wieder. Das hier ist aber anders. Ich weiss genau, worüber ich schreiben will, das Thema ist klar, die Geschichte schon längst passiert, ich war bei allem dabei, kenne jedes Detail. Aber sie in Worte zu fassen, zu Papier zu bringen, sie zu verewigen, das fällt schwer. Jedes Wort, jeder Satz hört sich fremd an, falsch…
Ich weiss auch, was es ist, das mich so behindert. Scham, Angst, das immer neu heraufwallende Gefühl „Warum kann ich eigentlich nicht normal sein…?“
Normal. Was ist schon normal? Normal ist vor allem relativ…


Aber auch dieses Wissen ist kein Trost. Die bohrende Frage bleibt, sie kommt immer wieder, egal in welche tiefen, dunklen Ecken ich sie dränge, sie findet immer wieder ihren Weg zurück an die Oberfläche, um dann nur noch dringlicher zu scheinen, mich fast anzubrüllen. Mitschwingend eine dunkle, unausweichliche Wahrheit, die mit jedem Mal, das ich diese Frage stelle, nur deutlicher wird: du bist NICHT normal. Kein Warum erstmal, nur diese kleine Feststellung, diese kleine Wahrheit, die so Vieles manchmal so schwer macht.
„Was ist schon normal…?“, versuche ich mir noch ein weiteres Mal selbst Mut zuzusprechen. Mein Blick schweift auf ein paar Zeitungen, die einen Glamour Shot von Harley Quinn und dem Joer zeigen. Suicide Squad ist immer noch hip, die alten Gegner Batmans wurden neu aufgezogen, modernisiert, sie sind mittlerweile eigene Helden und Berühmtheiten, sind cool – nur eine Sache blieb: sie sind nicht „normal“, selbst in einer Welt voller Superhelden und Superbösewichte stechen sie heraus. Irres Gelächter, wirre Sätze, radikale Aktionen, unsere neuen Ikonen haben ne Schraube locker, das ist ganz klar, das war es schon immer. An Fastnacht und Halloween gab es zig Joker und Harley Kostüme, ihre Gesichter zieren Merchandise und T Shirts. Jeder will ein bisschen Joker und Harley sein, das irre Pärchen, das so viel Spass hat. Nicht normal sein ist cool. Ne Schraube locker haben, ist ok….
Nur eine Sache stört: Es ist mehr, als nur eine Schraube locker zu haben und sich nicht darum zu scheren, was Andere denken und zu tun, was man will. Ne Schraube locker haben ist nur solange ok, solange es irgendwie „ansehnlich“ oder „cool“ ist. Mit dem Rest, den wollen wir nicht sehen, damit wollen wir doch nichts zu tun haben…

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Makeup #3 – 80ies Paradise

So langsam aber sicher wird es Frühling, es wird immer wärmer, wenn ich KJ Morgens zum Schulbus bringe, müssen wir nicht mehr die dicken Jacken anziehen, die Tage werden länger… Da steht einem der Sinn doch nach Farbe, der Winter war lang genug und trist genug.
Deswegen heute ein buntes, buntes, sehr buntes Frühlings- oder Paradise Makeup. Wenn bunt, dann richtig!

Pink, Lila und Türkis, je bunter, desto besser. Die Lippen habe ich passend in einem knalligen Pink gehalten, das harmonierte meiner Meinung nach besser als Nude und balancierte das starke Augenmakeup etwas aus.

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