1000 Fragen an Dich selbst #2 (Fragen 11 – 20)

Heute geht es weiter mit Teil 2 der 1000 Fragen an Dich selbst – um genau zu sein, geht es heute den Fragen 11 – 20 an den Kragen. 
Den ersten Teil könnt Ihr HIER nachlesen. 
Da ich immer so viel labere und den Mund nicht zu bekomme und die 1000 Fragen Posts eh immer so lang werden, halte ich mich auch gar nicht erst mit grossen Einleitungen auf und komme gleich zu den Fragen. 

11 – Bis zu welchem Alter hast Du an den Weihnachtsmann geglaubt? 

Zuallererst muss ich hier wohl erwähnen, dass es bei uns keinen Weihnachtsmann gab, sondern das Christkind. 
Wirklich geglaubt habe ich an das Christkind aber auch nie grossartig, ich wusste schon, dass da Eltern und Grosseltern dahinterstecken. Klar, wenn die sich über mehrere Stunden im abgeschlossenen Wohnzimmer verschanzen und dann plötzlich Geschenke rumliegen… Die Erkenntnis, dass das wohl eher genau die und nicht eine mystische Figur, die ich eh nie gesehen habe, waren, kam recht früh. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, an der ich wirklich an das Christkind oder den Weihnachtsmann geglaubt hätte. 

12 – Was möchtest Du Dir unbedingt irgendwann einmal kaufen? 

Gute Frage, spontan würde mir da doch recht viel einfallen, sei es ne schöne Prada Tasche, Louboutin Heels, Tonnen Makeup, Photoausrüstung und und und… Ein Haus und ein Wohnmobil wären auch nett und wenn wir schon dabei sind, eine Yacht… 
Achja, so ein bisschen wollen tu ich schon viel. Aber WIRKLICH wollen eher wenig. Bzw. das, was ich gerne hätte, kann man mit Geld nicht kaufen – dass meine Panikattacken weggehen, dass meine Angststörung weggeht, dass ich nicht mehr diese doofen Stimmungsschwankungen habe, dass mein Mann nach seiner Einsatzverletzung wieder gesund wird, dass die Kinder nie krank werden…. 
Glück, Zufriedenheit, Frieden. 
Kann man eben Alles (leider) nicht kaufen. 
Wenn ich so überlege, fallen mir sehr viele Sachen ein, die ich schon gerne hätte, wenn die finanziellen Mittel da wären, aber nix, was ich wirklich unbedingt und schon seit Ewigkeiten will. 
Wenn Geld keinerlei Rolle spielen würde, ich würde aber durchaus gerne einfach in nem tollen Wohnmobil einfach um die Welt tingeln, ein Nomadenleben führen und die Länder und Kulturen der Welt entdecken. 

13 – Welche Charaktereigenschaft hättest Du gerne? 

Geduld – als die verteilt wurde, bin ich wohl frustriert abgehauen, weil es zu lange dauerte… 
Ich bin wohl der ungeduldigste Mensch der Welt, ich bin nach 2 Sekunden schon genervt. 
Geduld wäre also wohl schon was Feines. 
Gelassenheit – auch damit bin ich nicht gesegnet. Ich stresse mich unglaublich schnell, eigentlich quasi sofort, über ALLES. 
Ich wäre sehr gerne in einigen Bereichen entspannter, würde mich gerne weniger stressen, mir weniger Dauersorgen machen, das würde mich, joa, entspannter machen… 
Auch wenn ich bezweifle, dass es sich hierbei um einen Charakterzug handelt, aber dennoch will ich es mal nennen: Manchmal wünsche ich mir, ich könnte etwas ignoranter sein. So wie früher mal, als ich noch weniger Ahnung hatte, weniger politisch und sozial involviert und interessiert war. Dann wäre mein Leben einfacher. Ich würde Missstände und Bullshit auf der Welt gerne quasi ausblenden und ignorieren können und so tun können, als jucke mich das Alles gar nicht. 
Kann ich aber – leider – nicht … mehr. Leider deswegen, weil es mich teilweise belastet, Nachrichten darüber, welche Missstände sind, über die Nazieske Tendenzen der Gesellschaft, soziale Missstände, Sexismus, Armut, Umweltverschmutzung etc. verfolgen mich, ich kann sie nur noch schlecht bis gar nicht ausblenden. Ich wünsche mir ein bisschen die Leichtigkeit des Seins zurück, als mich das Alles nicht interessierte…. 

14 – Was ist Deine Lieblingssendung im Fernsehen? 

Zu viele, um sie aufzuzählen. 
Ich liste aber mal ein paar Favoriten auf: Rick & Morty (ich stehe total auf Adult Animation und bin grosser Adult Swim Fan, meine Guilty Pleasure und Rick & Morty ist einfach das Sahnetüpfelchen in dem Genre), The Walking Dead und Fear The Walking Dead, Stranger Things, Akte X, Supernatural (Horror ist auch immer gerne gesehen), Game Of Thrones, Narcos, Into The Badlands – wie man sieht, bin ich Serientechnisch ziemlich mainstream unterwegs, gebt mir nicht jugendfreie Animation oder viel Blut und Gore und ich bin happy. 
Ausserdem mag ich so ziemlich Alles von Gordon Ramsey und so Kram wie Bar Rescue. 
Was Serien angeht, bin ich recht simpel gestrickt, Blut und Unterhaltung quasi, mehr will ich gar nicht. 
Ab und zu schaue ich Frauentausch, Goodbye Deutschland oder so Kram, total bewusst, dass es Scripted Reality und gestellt und einfach ohne Niveau ist, aber es ist unterhaltsam und strengt das Hirn nicht an, tut manchmal auch gut. 

15 – Wann bist Du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? 

Puh, also, ja… Das ist ne Weile her. Mehr als nur eine Weile, viele Jahre…. 
Wie alt war ich das letzte Mal? 12? Eventuell 11…? 
Gut 20 Jahre ist das wohl her. 
Also, wie man sieht, es ist Zeit, dass ich mal wieder einen besuche. 

16 – Wie alt möchtest Du gerne werden? 

So 50 – 55 würde mir durchaus reichen.  Ich will die Kinder aufwachsen sehen und wissen, dass sie gut durchs Leben kommen als Erwachsene, das reicht mir, dann bin ich happy. Ich habe keinerlei Bestrebungen, unglaublich alt zu werden, ich will meinen Lebensabend geniessen können, agil und gesund sein. Bevor ich über Jahre und Jahrzehnte vor mich hinsieche, möchte ich lieber eher sterben. Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die vor dem Tod an sich keine Angst haben, nur davor, geliebte Menschen zu verlieren, nicht aber vor dem eigenen Tod. 

17 – An welchen Urlaub denkst Du mit Wehmut zurück? 

Das wäre definitiv der Urlaub mit meinen Eltern, als ich so 13 oder 14 war, am Meer, an Hollands Küste. Meine Eltern haben eine wundervolle, heimelige Ferienwohnung gemietet, die direkt gegenüber eines kleinen Aquariums war. Ich verbrachte fast den gesamten Urlaub in diesem Aquarium, das auch ein kleines Becken hatte, in dem man Katzenhaie, Ammenhaie und kleine Rochen streicheln konnte. Dann waren da noch die kilometerlangen Spaziergänge am Strand, danach ein Nasi vom Imbiss und eine Portion frittierte Muscheln oder Fischbrötchen. Regelmässige Ausflüge in umliegende Restaurants, vor allem an das extrem leckere chinesische Essen erinnere ich mich noch. Baden im Meer, rausschwimmen, bis der Strand fast nicht mehr sichtbar war, eine Mischung aus absoluter Freiheit und etwas Adrenalin bei dem Gedanken an die eigentlich unvorstellbare Tiefe und was wohl Alles darin leben könnte, die direkt unter mir lauerte…. 
Dieser Urlaub mit meiner Mama und meinem Papa in Holland war einer der letzten wahrlich unbeschwerten Momente meiner Kindheit und Jugend, bevor meine Krankheit mich in seine Fänge schloss und ich meinen ersten schweren depressiven Schub bekam und endgültig in die Essstörung rutschte – eventuell erinnere ich mich deswegen so gerne daran…. 

18 – Wie fühlt sich Liebeskummer für Dich an? 

Der letzte Liebeskummer ist Ewigkeiten her… Aber schlimm, ich meine, für wen fühlt sich Liebeskummer schon nicht furchtbar an? 

19 – Hättest Du lieber einen anderen Namen? 

Als ich klein war, mochte ich meinen Namen so gar nicht, mittlerweile mag ich ihn sogar sehr gerne. Alicja Natalia, doch, damit kann ich gut leben. 
Die Geschichte, warum meine Mama mir diesen Namen gegeben hat, ist so schön und so toll, dass ich gar nicht anders kann, als meinen Namen zu mögen: Meine Mama hatte eine Studienfreundin mit genau dem gleichen Namen. Meine Mama wird nicht müde, zu erwähnen, wie wunderschön diese Freundin war, aber auch abenteuerlustig und unglaublich wild und dauernd in neue Abenteuer verwickelt. Bei aller Abenteuerlust und allem Unsinn passierte ihr aber nie wirklich was Schlimmes oder Schlechtes, Alles entwickelte sich immer zum Positiven, sie hatte ein unglaubliches Glück. Mehr Glück als Verstand manchmal, so erzählte mir meine Mama. Sie sagte mir, dass sie mich nach dieser Freundin benannt hat, in der Hoffnung, dass ich ebenfalls mit so viel Glück gesegnet werden würde, wie ihre Freundin es immer hatte. 

20 – Bei welcher Gelegenheit hast Du an Dir gezweifelt? 

Wie, Moment, will man mir jetzt damit sagen, dass es Leute gibt, die NICHT andauernd wegen Allem an sich selber zweifeln und komplett überzeugt von sich und was sie tun, durchs Leben gehen? 
Die Frage wäre bei mir andersrum angebrachter: Wann hast Du das letzte Mal NICHT an dir gezweifelt? 
Das tue ich nämlich eigentlich dauernd und ständig. Ich bin mein grösster Kritiker, was ich anfasse, ist mir selten bis nie gut genug, was auf Dauer nicht nur frustrierend, sondern in der Tat hinderlich ist. Früher war das mal ganz anders, da fand ich eigentlich so ziemlich Alles, was ich getan, geschminkt, fotografiert, geschrieben etc. habe, recht toll und gut. Heute sieht das anders aus, da bin ich voller Zweifel und Selbstkritik und denke mir immer nur „Andere machen das aber besser“, was oft darin endet, dass ich Dinge nicht beende oder doch wieder über den Haufen werfe. So einige Blogposts sind in den letzten Monaten dieser Kritik zum Opfer gefallen, nicht gut genug, nicht spannend genug, die Bilder nicht schön genug, das Makeup nicht perfekt genug… Am Ende habe ich an 5 Artikeln gearbeitet und nur einer kommt überhaupt online, und der auch nur mit Zögern und viel innerlicher Kritik. 
Tja, bei welcher Gelegenheit zweifle ich NICHT an mir? Zu selten…. 

Wie ist das bei Dir? 
Erkennst Du Dich in einigen der Antworten wieder, oder bist Du so ganz anders? 
Hinterlasse mir gerne einen Kommentar. 
Falls Du die Fragen auch auf Deinem Blog beantwortet hast, hinterlasse mir gerne den Link zum Beitrag in den Kommentaren. 
Ich freu mich, schon mit Teil 3 in den Startlöchern zu stehen, bis bald! 

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