Vom Primark Shopoholic zu ethischer(er) Mode

Etwas so Schönes wie Mode sollte nicht eine so schmutzige Vergangenheit haben.
Christina Wille, Loveco

In einem Land vor unserer Zeit, da sassen mal ein Mädchen und seine Mutter vor einem Kleidungskatalog und blätterten diesen Tee schlürfend und Kuchen essend gemeinsam durch. Mit einem altertümlichen Schreibutensil, einem sogenannten Kugelschreiber, malten sie hie und da so etwas wie Runen, immer dann, wenn ihnen ein Kleidungsstück gefiel. Danach blätterten sie den Katalog wieder durch, machten an den Markierungen halt und diskutierten über Vor- und Nachteile des jeweiligen Stücks. Auf einem seltsamen Zettel mit vielzähligen Feldern wurden dann allerlei Zahlen und Buchstaben eingetragen. Das Stück Papier wurde dann zeremoniell in weiteres Papier gepackt, einen sogenannten Umschlag, und dann mit einer Briefmarke – so nannte man das Bezahlmittel für die damalige Fernkommunikation – versehen. Zu guter Letzt wurde dieser Brief, wie man damals Fernkommunikation per Papier bezeichnete, per Post verschickt. Nach einigen Wochen Wartezeit kam dann ein Paket wiederum per Post bei einem zu Hause an, das ausgewählte Kleidungsstücke enthielt.
Ihr müsst wissen, das Mädchen und seine Mutter lebten in einer Zeit, in der es noch kein Onlineshopping gab. Damals gingen die Leute in die Innenstadt und in ein Geschäft, oder aber sie bestellten ihre Kleidung aus einem Katalog. Das ist quasi ein Onlineshop, nur gedruckt und zum Buch gebunden…

Die Geschichte ist wirklich so passiert. Das Mädchen, von dem ich erzähle, das bin ich. Ich sass damals, vor Jahren, mit meiner Mama zusammen am Tisch und wälzte Kataloge, wir bestellten Kleidung und probierten sie gemeinsam an, wenn das Paket dann endlich ankam, trafen uns nach der Schule in der Innenstadt, um gemeinsam durch die Geschäfte zu flanieren.

Meine Mama war eine modische Frau mit sehr grossem und gut gefülltem Kleiderschrank, an dem ich mich nur zu gerne bediente. Wir verbrachten nicht selten einen ganzen Nachmittag damit, in ihrem riesigen Schrank zu stöbern. Meine Mama warf niemals Kleidung weg, sie verstaute sie nur – wir stöberten regelmässig gemeinsam durch die Kleiderberge und meine Mama sortierte, was sie nicht mehr trug. Das wurde dann verstaut, entweder weiter hinten im Schrank oder aber in einem weiteren, noch grösseren Kleiderschrank im Keller. Auch dieser wurde regelmässig durchforstet und durchstöbert und Dinge, die nach einigen Jahren wieder in Mode kamen, wieder hervorgekramt und nach oben gebracht. Es war wie ein ewiger, wundervoller Kreislauf der Mode.
Sie brachte mir bei, Kleidung wertzuschätzen und pfleglich zu behandeln, so dass sie möglichst lange hält. Der volle Kleiderschrank meiner Frau Mutter war nämlich nicht der Tatsache zu verdanken, dass wir eine sonderlich reiche Familie waren, sondern der, dass meine Mutter schlau und geschickt einkaufte und ihre Kleidung extrem pfleglich behandelte – so wuchs die Sammlung an Kleidung über die Jahre beständig an und wurde grösser und grösser. Meine Mama, die sehr modisch war, wechselte zwar oft ihre Vorlieben, aber nie wirklich ihren Stil, so dass Teile auch nach 5 oder 10 Jahren noch genauso oft getragen wurden, wie der neueste Pullover, der gerade Einzug gehalten haben mag.

Wir gingen auch unglaublich gerne gemeinsam shoppen. Nicht selten trafen wir uns nachmittags, wenn meine Schule geendet hatte, in der Innenstadt und schlenderten umher, bummelten an Schaufenstern entlang und stöberten gemeinsam in kleinen und grossen Geschäften. Wir machten vor keinem Laden halt – auch der Gothik Shop wurde gestürmt und bis ins kleinste Detail erkundet, genauso wie der Landhausmodenshop und andere. Meine Mama brachte mir bei, bei Mode nicht zu diskriminieren, manchmal fand man in den Geschäften, in denen man es am geringsten vermutete, die tollsten Schnäppchen und Schätze und oft genug behielt sie Recht.
Damals gab es noch nicht so viele riesige Ketten und Billig-Moden-Läden wie es sie heute an jeder Ecke gibt. Massenproduzierte Ware aus Asiatischen Gefilden gab es zwar, war aber nicht so allgegenwärtig und vor allem beiweitem noch nicht so billig, wie man es heutzutage kennt. Entsprechend waren unsere Shppingausflüge tendenziell weniger Konsumorientiert als pures Vergnügen. Wir kamen nur selten tatsächlich mit einem gekauften Kleidungsstück nach Hause, meistens war es einfach purer Spass am Stöbern, Inspiration für alte Teile, die wir schon hatten, holen und Jagd nach qualitativ hochwertigen, aber eben nicht zu teuren Schnäppchen.
Meine Mama schätzte – und tut das heute noch – qualitativ hochwertige Kleidung, von der man viele Jahre etwas hat, entsprechend mied sie seit jeher die meisten Läden mit billig produzierter Massenware. Ich schleppte sie immer mal wieder in solche immer mehr werdenden Trendläden, aber selten kauften wir auch tatsächlich etwas in diesen.

Als ich älter wurde und letztendlich auszog und meine eigenen Finanzen verwaltete, mein eigenes Geld verdiente, änderte sich das Alles. Mittlerweile waren viele kleinere Modeläden verschwunden und grossen Ketten gewichen, die immer günstigere Kleidung anboten, Onlineshopping hatte Kataloge abgelöst und zu einem Relikt aus fast vergessener Zeit gemacht – die modischen Möglichkeiten waren anders, mehr, billiger, die Mode schien viel schneller zu wechseln, nicht nur mit den Jahren, sondern quasi von Saison zu Saison. Mode war nicht mehr Kleidungsorientiert und Stilorientiert, Mode war rasant wechselndes Massenprodukt geworden, das auf Konsum basierte. Ich shoppte, viel und oft. Dank der immer günstiger werdenden Preise war das nicht mal schwer, hier ein Teil für 10 Euro, da eines für 7 Euro, hier eines für 15 Euro…. Vor Jahren, damals unterwegs mit meiner Mama, da hätten wir für ein einziges Teil so viel bezahlt wie aktuell für 3 oder mehr. Ich konsumierte, nicht mal mehr um der Kleidung willen, sondern einfach nur, um zu konsumieren, um zu kaufen, um neu zu haben.
Als ich nach England zog, damals nur mit einem Koffer, wurde das nur noch schlimmer. Primark und Co säumten die High Street und lockten mit modischer und gleichzeitig unglaublich billiger Kleidung. Ich brauchte natürlich etwas mehr, als das was ich im Koffer hatte und hatte die Möglichkeit, mich günstig einzukleiden. Aber es blieb nicht dabei, ich shoppte bis zum Umfallen. Die extrem billige Kleidung bei Primark und Co lockten zu sehr und ein paar British Pounds hatte man doch eigentlich immer über, und mehr brauchte man nicht, so billig war Alles.
Ich sammelte in kürzester Zeit eine unglaubliche Menge an Kleidung an. Auch als ich nach Deutschland zurückkehrte für eine Weile, änderte sich mein Kaufverhalten nicht. Ich brachte nicht nur alle meine in England angehäuften Sachen mit, ich kaufte mehr. H&M, C&A, Tally Weijl und dazu eine Masse an No-Name Läden, die an jeder Ecke aus dem Boden schossen und spottbillige Kleidung aus Asien und Co anboten. Ich war im Konsumrausch und mein Kleiderschrank platzte aus allen Nähten.

Dennoch hatte ich nix anzuziehen.
Das ist nicht mal rhetorisch witzig gemeint, sondern war eine Tatsache. Ich hatte in der Tat kaum etwas anzuziehen. Ich wühlte und stöberte oft stundenlang durch die Massen meiner Kleidung, aber anders als vor Jahren, beim Durchwühlen des elterlichen Kleiderschranks, wurde ich nicht fündig. Ich hatte in kürzester Zeit fast mehr Klamotten angehäuft, als meine Mama damals hatte, warum also fand ich nichts? Was machte ich falsch?
Ich wusste es nicht und shoppte weiter. Nichts anzuziehen bedeutete, ich musste mehr kaufen, logisch oder?
Allerdings war das nicht die Lösung.
Das wurde mir eine Weile später, als ich vor einem noch volleren Kleiderschrank mit noch weniger anzuziehen, stand.
Irgendwas musste sich ändern. Das konnte doch nicht sein, dass ich kaufte und kaufte, shoppte und shoppte, konsumierte und konsumierte und dennoch NIX zum Anziehen hatte und quasi nie was finden konnte.
Ich beschloss radikal auszumisten.

Ich nahm ALLES aus meinem Kleiderschrank heraus und mistete gnadenlos aus. Dinge, die nicht richtig passten oder sassen, kamen weg. Kleidung, die verwaschen oder deren Nähte verzogen waren, kam weg. Das machte schon einen riesigen Teil aller meiner Kleidungsstücke aus. Ich mochte sie zwar billig gekauft haben, aber ich bezahlte den günstigen Preis teuer. Viele der ach so günstigen Klamotten überlebten kaum 5 Wäschen, dann wusch der dünne billige Stoff aus und die schlecht verarbeiteten Nähte verzogen sich. Kleidung mit Plastikanteil sah nach einigen Wäschen gar nicht mehr schön aus, sondern das, was sie war, billig und minderwertig, ausserdem war sie unglaublich unangenehm auf der Haut, so dass sie meist nur im Schrank lag. Meine billigen Pullover pillten sich und sahen schon nach einem Winter so durch und fertig aus, dass kaum daran zu denken war, sie weiterhin zu tragen. Meine günstigen Shirts waren verzogen und verwaschen, an anderen Kleidungsstücken lösten sich Nähte, Knöpfe und Applikationen. Kein Wunder, dass ich immer das Gefühl hatte, ich habe nichts anzuziehen – das meiste in meinem Kleiderschrank war Schrott.

An diesem Tag landete fast der gesamte Inhalt meines Kleiderschranks in grossen Müllsäcken. Die noch halbwegs ansehnlichen Teile wurden gespendet, der Rest kam in den Müll. Es war seltsam nach Jahren des Konsumrausches nun in einen fast leeren Kleiderschrank zu blicken und ich hatte kurz darauf in der Tat einen kleinen Rückfall und bestellte ein paar Teile beim Onlineshopping, aber weitestgehend änderte sich mein Konsumverhalten Kleidung betreffend ab dem Tag recht radikal.

Ich wollte solche Fehlkäufe, wie ich sie in der Vergangenheit wohl so oft getätigt hatte, in Zukunft idealerweise vermeiden, aber auch generell kritischer und ethischer Konsumieren. Ich beschäftigte mich in der kommenden Zeit mit Materialkunde, aber auch Produktionsbedingungen etc. und mir war schnell klar, Wegwerfmode und Fast Fashion und Konsum um jeden Preis sind nichts, was ich unterstützen will, so wie bisher, so will ich (modisch) nicht weitermachen.
Das bedeutet jetzt gar nicht, dass ich jetzt „voll öko“ werde und mein Garn aus Grasfasern selber klöppele und sonst nie wieder einen normalen Laden betrete, sondern einfach nur, dass ich nicht mehr blind jede Saison eine komplett neue Garderobe shoppen will, die dann, nachdem diese vorbei ist, im Müll landet, weil die Teile nicht mehr tragbar sind, da so billig und schlecht produziert, dass sie kaum anders können.
Muss ich wirklich jeden Sommer 30 neue Teile kaufen?
Muss ich wirklich jeden Winter eine neue Winterjacke kaufen?
DIESES Verhalten wollte ich ändern. Die Selbstverständlichkeit, mit der einfach so nebenher konsumiert wird und Altes, das nicht mal wirklich alt ist, einfach ersetzt und weggeworfen wird. Die Denkweise, dass nur Neues toll und gut und spannend und modisch ist. Die Annahme, dass, um modisch zu sein, oder gut angezogen, man viel und dauernd shoppen muss…

Für mich stand fest: Ich will ethischere, langlebigere, langfristigere Mode.

Wie aber konsumiert man Mode denn nun auf ethischere Weise?

WENIGER konsumieren

Der erste Schritt, ganz logisch, ist weniger konsumieren. Wie oben bereits erwähnt, ist es wirklich notwendig, JEDES Jahr eine neue Winterjacke zu kaufen? Spätestens nach 4 Jahren hat man 4 Jacken, aus denen man wählen kann und die man untereinander austauschen kann, das reicht doch. Statt immer neu zu kaufen, lieber Dinge kaufen, die länger halten und die man länger nutzen kann. So kann man Konsum schon mal einschränken und etwas minimieren.

Mit Plan shoppen

Es macht Sinn, eine Garderobe aufzubauen, deren Bestandteile einfach und gut untereinander kombinierbar sind und gut zusammenpassen. Beim Aufbau des eigenen Kleiderschranks ist es ratsam, ein Grundkonzept zu verfolgen und nicht zu stark davon abzuweichen, so vermeidet man Teile, die nicht zusammenpassen, nicht kombinierbar sind und Fehlkäufe, sowie Schrankleichen.
Wer mit Plan und Konzept einkauft, vermeidet Spontan- und Fehlkäufe und bewusster Konsum ist ja gerade das Ziel.

ethischer shoppen

Mittlerweile ist ethische und faire Mode nicht mehr langweilig und „öko“ oder Hippiemässig angehaucht, sondern modern, stilvoll und elegant. Labels wie TAMGA Designs oder Lagom Studio zum Beispiel haben wunderbar moderne, schöne Mode, die gar nicht öko anmutet.

Da ethische und faire Labels oftmals teurer sind als die überall bekannte Massenware, was einfach im Kern der Sache liegt, fühlen sich viele Menschen abgeschreckt. Allerdings muss ethischer(er) Konsum nicht gleich teuer sein. Auch in Secondhandshops oder ähnlichen Läden kann man wundervolle Mode finden, die ökologisch und ethisch verträglich ist und noch dazu Resourcen schont. Zu den Vorteilen von Secondhand Mode und warum ich so gerne in Thriftstores shoppe, dazu werde ich auch noch einen Artikel verfassen.

Auch Apps wie Kleiderkreisel, wo man gebrauchte Kleidung kaufen und verkaufen kann, können dabei helfen, ethischer und bewusster zu konsumieren.

Materialkunde & Grundwissen über Qualität/Verarbeitung, sowie richtige Pflege

Grundwissen über Materialen, richtige Pflege und worauf man beim Kleiderkauf generell achten sollte, ist unglaublich hilfreich. Wer schon von vorneherein abschätzen kann, ob verwendetes Material minderwertig ist oder ob die Verarbeitung ordentlich ist, kann so einiges an Geld sparen und Fehlkäufe vermeiden. Hochwertige Kleidung hat schlicht und einfach eine längere Lebdauer. Ein Shirt oder Pullover, die 10 Jahre halten, müssen nicht jede Saison ersetzt werden, wie es bei qualitativ minderwertiger Ware oftmals der Fall ist. Weniger Verschleiss bedeutet auch weniger Konsum.

Auf A Cocktail A Day findet ihr einen ganz tollen Artikel zum Thema Materialien bei der Kleidung und Stoffkunde

Auch die richtige Pflege der Kleidung kann viel ausmachen – hochwertige Materialien wie Wolle, Kaschmir, etc. sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, können aber, bei richtiger Pflege, quasi ewig halten. Der Extra Aufwand lohnt sich, die Kleidung bleibt lange wie neu und schön und gepflegt und muss ergo nicht andauernd durch neue Sachen ersetzt werden.

Mittlerweile shoppe ich nur noch sehr selten, mein Kleiderschrank ist, Jahre später, nun auch wieder praller gefüllt, aber ich stehe nicht mehr davor und bin ratlos, was ich anziehen könnte, statt dessen kann ich fast blind hineingreifen und ein Outfit herausholen.
90% meines Kleiderschrankinhaltes ist aus Thrift- und Secondhandshops, vintage oder schlicht gebraucht. Neuware findet nur noch sehr, sehr selten in meinen Schrank, meistens beschränkt sich das auch Schuhe, Socken und Unterwäsche. Mode macht mir nach langer Zeit wieder richtig Spass und dafür muss ich nicht mal shoppen, sondern einfach nur in meinen Kleiderschrank schauen.
Von Shops wie Primark, H&M und Konsorten halte ich mich mittlerweile weitestgehend fern, die Malls in der Gegend werden nur sporadisch besucht, maximal einmal im Jahr und selbst wenn ich mal in einer zu finden bin, ich stöbere in der Regel meist nur. ich kaufe generell nur noch sehr wenig, weil ich schlicht und einfach schon viel und durchaus ausreichend an Kleidung besitze.


Wie ist das bei Dir?
Machst Du Dir Gedanken darum, wie ethisch Deine Mode ist, oder ist Dir das egal?
Shoppst Du oft, oder nur selten?
Was hälst Du von Secondhand-Mode, super Alternative oder ein No-Go?

8 Gedanken zu &8222;Vom Primark Shopoholic zu ethischer(er) Mode&8220;

  1. Spannendes Thema! Als ich mit meinem ersten richtigen Job endlich Geld verdient habe, habe ich auch viele Sachen angehäuft. Im Moment kaufe ich weniger ein, aber ich befürchte, das liegt vor allem daran, dass ich in Boston lebe und Prioritäten setzen muss – lieber mal Urlaub oder eine neue Winterjacke? Kino oder noch ein Pullover? Zumindest trage ich meine Klamotten dadurch viel länger.

    1. Lebenshaltungskosten hier in den USA sind generell so teuer… Und es wird immer krasser. Aber dass die Klamotten dadurch auch mehr und länger getragen werden, ist ja schon mal was. Bleibst Du in Boston oder ist eine Rückkehr oder so geplant? Falls man wieder wegzieht, vor allem weit weg, ist ja auch die Frage, wie man den ganzen Klamottenkrempel auch transportiert und mitnimmt, wenn man extrem viel hat.

  2. Ich kenne diesen Gedanken sehr gut – bei mir war es ganz ähnlich. Alles voller Klamotten, aber nichts in dem ich wohl fühlte. Inzwischen habe ich mir angewöhnt alle paar Monate meinen Kleiderschrank zu durchforsten und Teile wegzugeben, die ich offenbar nicht mehr trage. Von Dingen wie Abendkleider oder Hosenanzüge für bestimmte Anlässe einmal abgesehen.
    Neue Dinge versuche ich möglichst in fairen Shops zu kaufen. Einige Basics fehlen mit aktuell noch, denn natürlich sind sie etwas teurer und für Geringverdiender nicht unbedingt schnell realisierbar. Trotzdem merke ich schon jetzt einen gewaltigen Unterschied. Meine neue Winterjacke hat mich meine gesamten Überstunden gekostet – aber sie weicht nicht beim kleinsten Schnee auf, hält unglaublich warm und sieht auch noch gut aus. Fair, Ökologisch wertvoll und gleichzeitig eines meiner liebsten Stücke. Davon möchte ich einfach mehr.
    Einige Dinge sind allerdings noch schwierig für mich. Jeans zum Beispiel. Da bin ich aktuell auf gebrauchte Levis Jeans umgestiegen. Noch nicht perfekt aber eine gute Zwischenlösung.
    Mal schauen wo mich der Weg noch hinführt.
    Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir zu diesem Thema!

    Kuss,
    Ju

    1. Das stimmt, Teile sind leider oftmals um ein vielfaches teurer, aber die Qualität spricht gottseidank dann auch widerum für sich. Fair Trade Jeans, da müsste ich glatt mal recherchieren, bisher halte ich mich zum Grossteil an Thrift Stores und kleine Fair Trade Shops hier in der Gegend, das sind dann aber alles kleine, lokale Labels.

  3. Ich kaufe zwar selten neue Kleidung, aber mein Kleiderschrank war bis vor zwei Wochen auch randvoll. Bei mir ist es nämlich so, dass meine Familie mir immer ihr aussortiertes Zeug zukommen lässt und ich das nach dem Motte „Kann man vielleicht mal brauchen“ aufhebe. Jetzt habe ich auch noch 30 kg zugenommen – da musste dann mal durchsortiert werden und jetzt ist plötzlich viel mehr da, obwohl der Schrank halbleer ist 😉

    Ich finde es aber bewunderswert, dass dir dein Problem selbst aufgefallen ist! Das schafft sicher nicht jeder, der zu viel shoppen geht.

    Liebe Grüße

    1. Hier wird auch immer gerne abgeliefert, damit ich durchsortiere. Die Leute wissen halt, ich weiss, wohin damit am besten, selbst wenn ich es nicht verwerten kann oder selber nutzen will.
      ich stand einfach zu oft vor einem übervollen Kleiderschrank, der berühmte „Schrank voll nix anzuziehen“ und habe festgestellt, dass das doch nicht sein kann, dass ich dauernd das Gefühl habe, nix anzuziehen zu haben, wenn doch alles voll ist. Das war für mich irgendwann tatsächlich ein Impuls, doch mein Konsumverhalten und generelles Shoppingverhalten zu überdenken.
      Ich bin aber auch so ein kleiner Hoarder. Gibt ja aber auch keinen Grund, Sachen wegzugeben, die man noch anziehen kann und will, nur damit man halt weniger im Schrank hat, wenn sie denn schon da sind und auch gut sind und man sie noch anzieht. Ich achte halt drauf, ob es echt nötig ist, noch was zu kaufen…

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