Interview Reihe Leben mit Psychischen Störungen – Betroffene und Angehörige berichten #5

„Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.“
Georg Christoph Lichtenberg

Heute berichtet S. L. , 35 Jahre alt und Mutter, von ihrem Leben mit Angsttörungen und Panikattacken.
Eine bewundernswert stark wirkende Frau, die in diversen Social Media Gruppen immer gerne und schnell mit intelligenten und hilfreichen Kommentaren da ist, eine Frau, die unerschütterlich nach aussen wirkt und als hätte sie immer komplett alles im Griff. Jemand, den man gängig als Powerfrau bezeichnen würde. Aber auch Superwoman hat ihr Kryptonit. Wir sind alle nur menschlich…

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Interview Reihe Leben mit Psychischen Störungen – Betroffene und Angehörige berichten #4

„Ich wünsche mir, dass offen darüber (psychische Kranhkeiten) gesprochen wird und die betroffenen Menschen unterstützt werden, die Mauer zu erklimmen, denn alleine stehen wir es nicht durch! Macht euch darüber nicht lustig (…), denn dadurch fühlen wir uns noch wertloser. Hört zu, redet mit ihnen und seid für sie da, denn sie brauchen euch, besonders die Familie!
Lasst sie nicht fallen, sondern gebt ihnen die Hand, um aufzustehen und nicht aufzugeben. Denn jeder Mensch ist etwas Besonderes.“

Innerhalb eines Jahres erkrankt in Deutschland jeder dritte Erwachsene an einer psychischen Krankheit, so die Bundespsychotherapeutenkammer auf ihrer Homepage. Psychische Krankheiten, wie Borderline, Depressionen und vieles mehr sind keine Seltenheit, im Gegenteil, schon fast ein „normaler“, zu erwartender Teil des Lebens. Leider auch immer noch massiv tabuisiert, etwas, worüber man nicht redet.
Jeden zweiten Samstag wird hier ein kleines Interview mit Betroffenen oder Angehörigen veröffentlicht werden, eine kleine Plattform, um seine Geschichte und Erfahrungen anonymisiert (wenn gewünscht) zu teilen, Mut zu machen, sich auszutauschen. Denn genau das ist der Wunsch nur zu vieler Betroffener.

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DU BIST NORMALER, ALS DU DENKST… EINE INTERVIEW REIHE – LEBEN MIT PSYCHISCHEN STÖRUNGEN, BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE BERICHTEN – Mein Mann berichtet

Letztens habe ich meine Geschichte veröffentlicht und offen über mein Leben mit psychischen Störungen geschrieben. Das war der Auftakt zu einer Interview Reihe mit Betroffenen und Angehörigen, jeden Freitag kommt eine neue Geschichte und Lebenserfahrung hier auf LostBehindTheMirror online.
Heute wird es noch einmal persönlich, bevor es dann mit EUREN Geschichten weitergeht, mein Mann berichtet – als Angehöriger über das Leben mit MIR.

Wir sind seit bald 8,5 Jahren zusammen, seit über 6 Jahren verheiratet, wir waren nach einer Woche verlobt, 2 gemeinsame Kinder, haben meinen Suizidversuch und seine Verletzung im Einsatz im Afghanistan gemeinsam durchgestanden, ich bin von England nach Deutschland gezogen und dann in die USA, wir haben also so Einiges gemeinsam durch.
Hättest Du Interesse daran, dass ich mal unsere „Lovestory“ aufschreibe? Wie wir uns kennengelernt haben, wie das eigentlich kam, das wir nach einer Woche verlobt waren und wie das war, als er im Einsatz war, als er verletzt wurde etc.?

Aber heute ist etwas anderes Thema hier, nämlich wie denn das Leben so ist, mit Jemandem, der wegen Chicken Nuggets anfangen kann zu heulen, wie ein kleines Kind, mit Jemandem, dessen Stimmung jede Sekunde komplett ins Gegenteil kippen kann.
Wie ist das Leben mit Jemandem, dem man vor Jahren wortwörtlich das Leben gerettet hat, indem man einen Suizid durchkreutzt hat?
Wie ist das Leben mit Jemandem, der im Supermarkt anfängt zu weinen, weil eine Panikattacke eingetreten ist?

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