{REZEPT} Gebratener Reis

Wusstest Du, dass Chinesisches Essen in Deutschland, England und den USA jeweils anders schmecken und es ganz andere Gerichte und Vorlieben diese Küche betreffend, gibt?

Ich nicht, bis ich in England lebend beim chinesischen Lieferdienst bestellte. Irgendwas war anders. Dieser Verdacht hielt sich meinen gesamten Aufenthalt in England über, Monate und Monate, jedes Mal, wenn ich Chinesisch ass. Er bestätigte sich dann letztendlich, als ich für eine Weile nach Deutschland zurück kam. Irgendwie war Chinesisches Essen in den beiden Ländern tatsächlich anders.
Als ich dann in die USA zog, war ich neugierig. „Schatz, können wir Chinesisch bestellen?“
Der Blick meines Mannes war göttlich. Er schaute mich an, als hätte ich nach einem Jungfernopfer oder dem Beitritt zum KKK gefragt. Dazu muss ich sagen, wir waren gerade erst ein paar Tage in den USA und man sollte eigentlich meinen, dass ich zu allererst mal die ganzen Amerikanischen Speisen ausprobieren wolle, aber nein, ich sass da und verlangte Chinesisch. Nachdem ich ihn über meine Beobachtung und meinen Verdacht bezüglich US chinesischen Essens aufgeklärt hatte, war er allerdings nicht mehr so verwundert und ebenfalls etwas neugierig geworden. Wir sind beides grosse Fans Chinesischer Küche und bestellen sehr regelmässig beim Lieferdienst.
Unser Verdacht wurde in der Tat bestätigt. Es war anders. Peking Suppe kennt man hier so gar nicht, es gibt nur etwas Ähnliches, das Hot and Sour Soup heisst und oftmals aber sehr nach schwarzem Pfeffer schmeckt. Nicht übel, aber keine Pekingsuppe, die ich doch so über Alles liebe und der Mann auch. Vermissen wir immer noch und wir suchen uns unser Restaurant danach aus, ob deren Suppe gut ist. Wenn die nicht gut ist, ist oftmals auch der Rest nicht so prall.

Eines der Dinge, die fast überall fast gleich schmeckt, ist Fried Rice, also Bratreis. Da habe ich keinen Unterschied feststellen können. In Bratreis könnte ich mich reinlegen, den bestelle ich fast immer noch extra dazu, was aber auf Dauer teuer wurde. Den muss man doch auch selber machen können, so schwer kann das doch gar nicht sein.

In den Jahren habe ich ein schnelles Fried Rice Rezept entwickelt, das hier regelmässig im Hause gekocht wird und sich ausserdem perfekt zur Resteverwertung von Gemüse, Fleisch oder übrig gebliebenem Reis eignet.

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INTERIOR INSPIRATION #2 – Herbst Essentials

Es wird langsam aber sicher immer kühler, die Tage werden kürzer, die ersten Herbstschauer ergiessen sich über die Lande – die kalte Jahreszeit naht. Ich bin ja ganz verliebt in diese Jahreszeit und will euch deshalb meine Essentials für den perfekten Herbst vorstellen.

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{Rezept} White Chocolate Macadamia Almond & Cranberry Cookies

Amerikanisches Gebäck ist in der Regel extrem süss, übersüss, mir zu süss, so dass ich mich von den meisten Sachen fernhalte. 

Aber Cookies, diese herrlich süssen, aussen knusprigen und innen so zart weichen Verlockungen in allerlei Geschmacksvariationen, die gehen immer, die sind nicht zu süss, im Gegenteil, die sind genau perfekt. Ich gebe zu, nach 2 Cookies ist in der Regel Schluss, mein Körper kann diese Unmengen an Zucker nicht wirklich handeln und geht dann quasi in Zuckerschockmodus, aber das ist diese herrlich leckere süsse Sünde allemal wert.  

Verliebt habe ich mich in meinen Cookie-Experimenten vor allem in Cranberries in Cookies, am liebsten in Kombination mit weisser Schokolade und Nüssen. 
Ich habe in den Jahren diverse Cookie Rezepte ausprobiert und habe das perfekt crunchy-gooey Rezept perfektioniert und mir sogar extra die Mühe gemacht, Alles fein umzurechnen und einzudeutschen, damit auch DU perfekte Amerikanische Cookies machen kannst. Und ganz wichtig: das Geheimnis für Cookies, die aussen knusprig und innen weich oder „gooey“, wie man in den USA so sagt, werden – der Teig wird nur zu kleinen Kugeln geformt und NICHT plattgedrückt oder sonstiges. So schmelzen die Kekse quasi auf dem Blech, der innere Teil bleibt dabei roher als der äussere, dadurch werden sie aussen knusprig und innen so schön weich, also UMHERGOTTESWILLEN NICHT PLATTDRÜCKEN!!! 


ZUTATEN 

225g Butter 

225g Raffinadezucker 

1 1/2 Teelöffel Vanilleextrakt 

1 Teelöffel Zuckerrübensirup 

110g Gepresster Hellbrauner Zucker – da der in Deutschland schwer zu finden ist (es handelt sich da um mittelfein gemahlenen Raffinadezucker, der mit Sirup versetzt wurde, hellbrauner Zucker mit weniger Sirup als der dunkle, und etwas fluffiger ist, als normaler Zucker, es ist also KEIN Rohrzucker) kann diese Zuckerart auch mit 240g normalem Raffinadezucker ersetzt werden 

1 grosses Ei 

1 Eigelb von einem grossen Ei 

300g Mehl 

1 Teelöffel Salz 

1 Teelöffel Backpulver 

100 g weisse Schokoladenchips 

100 g gehackte Macadamia-Nüsse 

100 g gehackte Mandeln 

100 g getrocknete Cranberries


 

Zubereitung 

⦁ Die Hälfte der Butter bräunen und dann abkühlen lassen.  Mit einem Mixer die restliche Butter und den Zucker vermischen, bis alles fluffig und cremig ist. 

⦁ Vanilleextrakt und Zuckerrübensirup hinzugeben und erneut vermischen. Die leicht abgekühlte gebräunte Butter hinzugeben und den restlichen braunen Zucker oder Ersatz dafür ebenfalls zu der Masse dazugeben und ordentlich mischen. Danach das Ei und das Eigelb und wieder rühren, bis alles eine einheitliche Masse ist. Das Mehl, Backpulver und Salz vermischen und hinzugeben, wieder kräftig rühren. Danach kann man dann Nüsse, Schokoladenchips und Cranberries dazugeben und mit einem Holzlöffel unterrühren. 

⦁ Den Teig abgedeckt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen oder bis der Ofen auf 190ºC vorgeheizt ist. 

⦁ Esslöffelweise den Teig zu Kugeln formen und in etwa 5cm Abständen zueinander auf dem Backblech verteilen, dann 12  Minuten backen. NICHT plattdrücken, siehe oben. 

⦁ Die Cookies noch weich aus dem Ofen nehmen und mit einem Spatel auf ein Keksgitter übertragen und auskühlen lassen. NICHT auf dem heissen Backbleck belassen, so werden sie sonst auch hart. 


Viel Spass und guten Appetit mit diesem leckeren Amerikanischen Cookie Rezept. Berichte doch gerne, ob das Backen geklappt hat und ob die Cookies geschmeckt haben. 

Mythen und Irrglauben über Suizid – ein Aufklärungsartikel

Ich will sterben.

Wie geht man damit um, wenn man diesen Satz im Umfeld hört?
Wie kann man jemandem helfen, der Todessehnsucht äussert und KANN man der Person überhaupt helfen und sollte man überhaupt? Ist es denn nicht so, dass Leute, die wirklich Suizid begehen wollen, es einfach tun und nicht drüber reden? Will die Person jetzt nur Aufmerksamkeit?

Suizid ist immer noch grosses Tabuthema, kein Wunder, es ist mit Leid und Schmerz verbunden, sicherlich kein Thema, das man beim Sektfrühstück mit Frenden neben der Diskussion darum, welchen Film man sich am Wochenende im Kino anschaut, einfach mal eben so bespricht. Eigentlich redet man gar nicht drüber…

Und genau das ist das Problem.

Man redet nicht drüber, es ist tabu, so zu denken, ist tabu. Sterben zu wollen, ist tabu. So zu leiden, dass man mit dem Leben nicht mehr klarkommt, ist tabu. Es ist egoistisch. Es ist schwach. Es ist faul. Es ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit, der gerade in dieser Form gerne ignoriert und nicht ernst genommen wird. Es ist ein No Go. Es ist undankbar. Es ist ein Tabu.

Heute soll es um Miskonzeptionen und Vorurteile und falsche Vorstellungen zum Thema Suizid gehen, das Ziel ist es, durch Aufklärung mehr Verständnis und mehr Hilfotpionen für Betroffene und Angehörige an der Hand zu haben und eventuell sogar Freitode verhindern zu können.

VORSICHT – DIESER ARTIKEL ENTHÄLT EVENTUELL TRIGGERNDE INHALTE ZUM THEMA SUIZID 

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