USA – Klischees, Vorurteile und Fragen rund ums Leben in den USA – Teil 1

Über das Leben in den USA gibt es viele Vorstellungen, Vorurteile und Klischees. Aber was ist eigentlich dran an so Kram wie „Amis sind dick und essen nur Burger“ und „überall Ghettos“? 
Auch Fragen, wie dies und das hier drüben abläuft oder so ist, erreichen mich immer und immer wieder. Nach mehr als 5 Jahren USA will ich euch mal einen kleinen Einblick geben. 
In dieser neuen Blog-Reihe will ich diverse Klischees unter die Lupe nehmen und schauen, wie viel Wahrheit denn so dahinter steckt und was dran ist, an den Vorstellungen und Vorurteilen, über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 
Jeden 2. Montag wird ein neuer Beitrag online kommen, in dem ich Klischees über das Leben in den USA und Fragen zum Thema unter die Lupe nehme und für Euch beantworte. 

1 – Alle haben einen Pool im Garten 
Jeder hat nen Pool im Garten – schön wäre es, nicht mal jeder hat einen Garten ^^ da ist das mit dem Pool schwer. Natürlich ist das ein Klischee, hier hat natürlich NICHT jeder einen Pool im Garten, viele haben nicht mal ein Haus, sondern nur eine Wohnung oder ein WG Zimmer. Wie überall auf der Welt, sind die Mieten, je nach Gegend, unterschiedlich hoch und ein Pool wie sonstwo auf der Welt auch, keine billige Angelegenheit, Pools haben also die Leute, die auch Geld haben, ganz einfach. Auch wenn private Pools hier wohl verbreiteter sind als generell in Deutschland, den hat trotzde natürlich nicht jeder. Auch hier, in den USA, sind Pools ein Upgrade, das nicht gerade günstig ist und als Luxus gilt. Hochwertigere Apartment Anlagen haben oft einen Gemeinschaftspool, der von Anwohnern im Sommer genutzt werden kann. Das ist in der Regel bei Gated Communities, also etwas teureren Wohnungsanlagen der Fall. 
Desweiteren sind grössere Aufstellpools auch immer wieder gerne gesehen, da sie in der Anschaffung und Wartung wesentlich günstiger sind als der klassische Pool. 
Woher das Klischee kommt? Wie so vieles aus den Medien – oft ist das einzige Bild über das Leben in den USA das, was man im Fernsehen sieht, was die Medien verbreiten, aus Serien und Filmen, wo jeder entweder in einem Loft Downtown Manhattan oder LA wohnt, oder in einem grossen Haus in der Vorstadt – mit Pool natürlich. 
Fazit: Nur ein Klischee, an dem nicht viel dran ist. Pools sind auch in den USA ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. 
2 – Amis essen nur von Papptellern 
Hier ist schon mehr am Klischee dran, Pappteller oder Styroporteller, generell Einmal-Geschirr, ist hier drüben durchaus sehr verbreitet und beliebt. Die Logik dahinter: muss man dann nicht spülen. Macht leider massiv viel Müll, ist Alles Andere als umweltfreundlich. 
Mein Mann, der Amerikaner ist, war auch lange Zeit so ein Kandidat: „Warum abspülen, wenns auch so geht…?“ Es brauchte eine Weile, bis er keine Pappteller mehr kaufte, weil ich mir lieber die Mühe mache, zu spülen, als dass ich dauernd unendlich viel Müll produziere. 
Sogar in Restaurants gibt es nicht selten einfach nur Einmalteller statt Porzellanteller. 
Fazit: Teilweise wahr, Einmal Geschirr ist in den USA tatsächlich sehr beliebt und verbreitet und wird oft im Alltag eingesetzt. 

3 – Amerikanische Frauen sind immer perfekt gestylt 

Das ist eines dieser Klischees, bei dem ich es mir nicht anders erklären kann, ausser, dass es durch Film und Fernsehen entstanden ist. Ein typisches durch Hollywood induziertes Klischee eben. 

In Filmen und Serien sind die Schauspieler selbst direkt nach dem Aufstehen immer perfekt gestylt etc. – ich kann mir das die Entstehung dieser Annahme nur so erklären. Warum und wie das auf den Alltag normaler Menschen übertragen wird, weiss ich nicht, aber nun ja… 
Fakt ist, die Amerikanerinnen sind so unterschiedlich wie alle anderen Frauen auch, einige sind sehr penibel, was ihr Styling angeht, andere nicht. Fakt ist auch, die USA sind sehr locker – hier gehen die Leute auch in Jogginghose oder sogar im Schlafanzug zum Einkaufen. Das ist hier gar nicht so selten und ungewöhnlich, sondern eher ein recht alltäglicher Anblick. Deswegen würde ich zu diesem Klischee sagen, nein, es stimmt nicht, im Gegenteil, sie sind sehr locker und recht Laissez-Faire, was das Aussehen angeht. 
In Deutschland eher undenkbar, dass man Leuten im EDEKA oder Kaufland im Schlafanzug begegnet, hier laufe auch ich mal in Jogginghose oder Chill-Outfit oder im Batman Schlafanzug durch den Walmart, wenn ich spontan doch noch schnell einkaufen muss, weil was fehlt. Da ziehe ich mich mittlerweile nicht extra um, in Deutschland hätte ich das wohl niemals getan. 
Fazit: Ein Klischee, an dem nicht wirklich was dran ist. Amerikanerinnen sind so unterschiedlich gestylt wie alle Frauen dieser Welt. 

Ich hoffe, dieser kleine Einblick in das Leben in den USA hat euch gefallen. 
Falls euch noch weitere Klischees oder Fragen zum Leben in den USA einfallen, hinterlasst mir gerne einen Kommentar, ich werde sie in weiter folgenden Beiträgen zu dieser Reihe jeweils Montags beantworten und unter die Lupe nehmen. 

2 Gedanken zu &8222;USA – Klischees, Vorurteile und Fragen rund ums Leben in den USA – Teil 1&8220;

    1. Danke für Deinen Kommentar, die Fragen hab ich mir notiert und die werden in einer der kommenden Posts dann auch besprochen werden.
      Amerika ist ein interessantes, sehr vielschichtiges Land – ich wünsch Dir, dass Dein Traum irgendwann in Erfüllung geht.

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