Weekly Edit #4

Eigentlich wollte ich erst schreiben, dass die vergangene Woche eher friedlich an uns vorbei plätscherte, denn das tat sie hier auch. Hier in Colorado, weit weg vom schrecklichen Terroranschlag in Las Vegas, der fast 60 Menschen das Leben kostete und ca. 600 verwundete. Es war gerade mitten in der Nacht vom Sonntag, wir schauten noch fern und eine Serie war gerade zu Ende gegangen, als der Breaking News Alert über den Bildschirm flackerte und alle Berichterstattung sich nach Las Vegas wandte, als die ersten Augenzeugenberichte und Smartphone Videos des schrecklichen Geschehens eintrudelten… 

Ich bat den Mann, erstmal umzuschalten bitte. Wenn auch ich mir die grausamsten Horrorfilme anschaue, je mehr Blut und Gore, desto besser – mit realen Grausamkeiten habe ich so meine Probleme… 

Und wieder einmal stehe ich vor dem Rätsel, warum diese angeblich so fortschrittliche Nation so verzweifelt an einem veralteten Recht festkrallt, wie Kate es mal bei Leo an der Tür im eisigen Meer hätte tun sollen…

Davon abgesehen, dass die Berichterstattung der Woche von den Grausamkeiten in Las Vegas und den Statistiken über Schiessereien in den USA dominiert war, war es FÜR UNS eine ruhige Woche. Das Wetter hat sich wieder etwas gebessert und es herrscht wieder der typische Colorado Herbst, voller Sonne, mild und angenehm, nach draussen lockend, nur hier und da mal gestört von einem kurzen Schauer, der sich meist gleich wieder verzieht. Tonnen an Schmetterlingen, deren herbstliche Wanderroute genau durch diese Gegend hier zieht, sind an allen Ecken und Enden zu entdecken, es ist wundervoll in der Herbstsonne und wir haben sie ausgiebig genutzt. Die Kinder und ich haben viel Zeit draussen verbracht, ich sehr oft mit einem Buch, während die Kinder mit den anderen Kids aus der Nachbarschaft tobten, Schmetterlinge beäugten und hinterherliefen oder Verstecken spielten. Die trägen Herbstbrisen durchzogen von Kinderlachen, Grillenzirpen und dem ein oder anderen erquickten kindlichen Aufschrei. Herrlich… 

Bücher – TV – Filme 

Ich habe die vergangene Woche mehr gelesen als sonst, meistens draussen, während die Kinder stundenlange in der Herbstsonne tobten. 

Unter anderem habe ich Richard Laymons „Der Regen“ fertiggelesen, ein Buch, das ich noch aus Deutschland habe und das ich immer mal wieder lese. Nette, kurzweilige Unterhaltung, weitaus nichts Anspruchsvolles, aber schnelllebig und spannend geschrieben. 

Bild via Wikipedia

Danach habe ich innerhalb von 2 Tagen „Die Insel des Dr. Moreau“ von H.G. Wells verschlungen. Unglaublich spannend und mitreissend, ich habe mit dem Protagonisten Edward Prendick durch seine hilflose Situation auf See mitgefiebert, sowie an den rätselhaften Ereignissen auf der Insel, auf der er letztendlich landet, mitgerätselt. Kam mit ihm zusammen auf die falsche und doch nicht ganz falsche Spur und wurde vom gleichen Grauen, das ihn durchzog, verfolgt. Ein Klassiker zu Recht und ein Must Read. Ich habe die Version auf englisch gelesen und in Zeiten des unverständlichen Gelalles von Trump und Konsorten, ist das Englisch der Jahrhundertwende wahrer Balsam für die Seele. Absolut empfehlenswert und das Thema übrigens auch heute, über 100 Jahre später, noch aktuell. 

Danach habe ich sogleich H.P. Lovecrafts „The Call of Cthulhu“ angefangen und bin ebenfalls nach wenigen Zeilen von der Magie der Sprache gefesselt. Ich habe in meiner Jugend einige Werke von Lovecraft gelesen und erinnere mich, dass ich sie sehr mochte, ausserdem wollte ich eh ein paar mehr Klassiker lesen.

Mein Mann und ich haben die Woche ausserdem eine neue Serie angefangen und sind 6 Folgen weit gekommen, Ozark heisst sie und es geht um einen Geldwäscher, der mit seiner Familie in die Ozarks flieht, um dort für einen grossen Mafia Boss Millionen zu waschen. Sehr spannend und tolle Charaktere und Schauspieler, wer Breaking Bad mochte, für den könnte auch diese Serie etwas sein.   

Dann haben wir noch Wolves at the Door geschaut, der an die Manson Murders angelehnt sein sollte und deswegen meine Aufmerksamkeit geweckt hatte. Der Film entpuppte sich leider als nur oberflächlich, viel zu oberflächlich, auf die realen Geschehnisse von 1969, da wäre viel mehr gegangen. Die Schockmomente waren gering, der Film plätscherte eher wie die üblichen Slasher vor sich hin. Man verpasst Nix, wenn man ihn nicht gesehen hat. 

Zu guter Letzt haben wir noch den neuesten Chucky Film angeschaut, Cult of Chucky, der leider auch der enttäuschendste aller Filme der Reihe war. Unnötig, ohne richtige Story, das einzige Highlight war der Fakt, dass Jennifer Tilly ebenfalls im Film erschien, mehr aber auch nicht. Voraussehbar und wenig gruselig, an manchen Stellen ungewollt komisch, war der Film nicht mal sonderlich unterhaltsam. 


Ansonsten war nicht sonderlich viel los hier, mein Mann hatte Geburtstag und wir hatten ein paar Freunde da, ich habe Kuchen gebacken, die Kinder Karten gebastelt und gesungen. In letzter Zeit geht es hier ruhig zu, meine Angst- und Panikattacken setzen mir hier und da immer noch zu und mein Verlangen nach grosser Aufregung oder Stress ist aktuell mehr als gering. Ich geniesse die Ruhe und die ineinander fliessenden Tage, versuche zu lernen, mich nicht so leicht stressen zu lassen. 


Gebloggt & Geklickt 

Ich habe ausser dem Wochenrückblick letzten Sonntag und einem neuen Interview nichts gebloggt, ich arbeite an ein paar Sachen und habe meinen Redaktionsplan überarbeitet, so dass in den kommenden Wochen wieder regelmässigere Beiträge kommen werden. 

via http://zart-wie-federbluemchen.blogspot.de/

Sandra von Zart wie Federblümchen hat einen wundervoll offenen und wichtigen Post über Postnatale Depression geschrieben, ein Must Read. 

via http://la-blonde.com/

Auf La Blonde gibt es ein wunderschönes Herbstoutfit zu bestaunen, Maxidress und Bikerjacket, ganz nach meinem Geschmack. 

via https://marshmallow-maedchen.de/

Auf Marshmallow Mädchen gabs einen ganz grandiosen Text zum Thema Body Positivity, die oft immer noch missverstanden wird. Mit diesen Missverständnissen räumt die Bloggerin in ihrem Text auf und klärt auf. Ganz toller und wichtiger Text! 


Das war unsere langweilige, stinknormale Woche, die neue wird nicht sonderlich anders ausschauen. Homeschooling, viel draussen sein, gemeinsam kochen und spielen, eventuell ein Ausflug ins Kürbisfeld oder in den Halloween Store plus Halloween Vorbereitungen. Wie sind Deine Planungen für die kommende Woche? 

4 Gedanken zu &8222;Weekly Edit #4&8220;

  1. Meine Fresse, wie lange hat du überlegen müssen um diesen unglaublich lahmen Vergleich mit der Titanic ? 24h oder doch ein paar Tage? Ooohh, musst du dir abber sasyy und ‚yaaaaas-queen‘ vorkommen, nech.

    Zum Glück hast du libtard nix zu sagen bei Waffenrecht 🙂 Da alle Mas shooting nie vo einem Republikaner oder NRA sondern nur von (natürlich) Dems oder Kindern von sehr aktiven (columbine shooters) verübt wurden, ist es wohl eindeutigt: ihr seid alle eh mentally ill.

    Schleich dich zurück zu deinen geistesranken sjws und als 30+ einfach mal überlegen warum du soviele psychische Probleme hast. Passt perfekt ins Bild eine ‚muh feminism muh sjwhiner’….

    1. Ich glaube, es waren nur ein paar Minuten, genau auf die Uhr geschaut habe ich nicht, mache ich aber das nächste Mal, wenn ich ne Analogie schreibe.
      Deine Infos sind süss, vor allem aber FALSCH, dieser SNOPES Artikel ist da ganz hilfreich, heutzutage muss man sooo vorsichtig sein, Alternative Facts und Fake News sind an allen Ecken – Aber guck mal, ich hab mir die Mühe gemacht und dir die Recherche abgenommen. http://www.snopes.com/democrat-shooters-list/
      Zum Rest, inwiefern Politische Affiliation, soziales Engagement und psychische Krankheiten in Zusammenhang stehen, würde mich unglaublich interessieren, meinst Du, Du kannst mir ein paar Quellen liefern?

      Und danke für das Kompliment, Social Justice Warrior, ich hoffe in der Tat, dass wir die Welt irgendwann mal ein kleines bisschen besser machen können.

      Desweiteren würden mich natürlich weitere Möglichkeiten, die Waffentode in den USA zu verhindern und zu vermindern, interessieren, vor allem wenn eine Veränderung oder Verschärfung der aktuellen Gesetze wegfallen. Vor allem in so Staaten wie Nevada, in denen gesetzliche Regulationen aktuell das offene Tragen von Maschinengewehren sogar gestattet. Auf Austausch mit neuen Ideen und Möglichkeiten würde ich mich sehr freuen. Ich bin mir sicher, dass es mehr als einen Weg gibt, Besserung in diesem Bereich zu schaffen und mehr Sicherheit für ALLE.

  2. Danke, dass du meinen Artikel gelesen hast und er dich überzeugt hat! Body Positivity ist ja in aller Munde, aber ich habe das Gefühl, dass viele denken, sie müssten jetzt alle Körper schön finden. Dabei geht es nur darum, jeden Körper zu respektieren. Was man schön findet, ist einem persönlich überlassen.
    Alles Liebe
    Kathrin

    1. Eben, das Ding ist, ich DARF mich lieben und gut zu mir sein, JETZT und bedingungslos, nicht erst, wenn ich gesünder bin, wenn ich schlanker bin, wenn ich sonstwas bin, sondern JETZT. Ich darf gut zu mir sein, ich darf mich lieben udn gut finden, auch wenn ich nicht gesund bin, auch wenn ich nicht einem Ideal entspreche oder sonstwas. Mit Selbstliebe kommt auch Selbstachtung.

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