Weekly Edit #3

Diese Woche ist wie im Flug vergangen, wirklich viel ist hier nicht passiert, eine sonderlich gute Woche war es nicht. 

Darf man das auf einem Blog überhaupt schreiben? Etwas zeigen, das nicht perfekt oder schön ist…? 

Ich bin der Meinung, ja, das macht einen Blog authentisch, echt, nahbar. Ausserdem gebe ich lapidar zu, dass ich schlicht nicht in der Lage dazu bin, grosse Fassaden aufrecht zu erhalten, aktuell ganz sicher nicht. Es ist viel anstrengender, etwas vorzuspielen, als brutal ehrlich zu sein… 

GETAN 

Nicht viel, wenn auch der Alltag irgendwie weiterging, Homeschool, Haushalt, Kinder versorgen, spielen, ging sonst kaum etwas. Diese Woche war ich von fiesen Panikattacken geplagt, die immer stärker wurden und über Tage nicht weggehen wollten. Solche Phasen habe ich immer mal wieder und HASSE sie, ich fühle mich hilflos und so Dinge wie Self-Care, Makeup oder auch Bloggen sind in solchen Momenten und Phasen fast nicht denkbar, zumindest vergangene Woche nicht. 

Einen kleinen Halloween Throwback gab es auf Instagram, das wars, zu mehr war ich die Woche nicht in der Lage, habe mich verkrochen und viel mit den Kindern gekuschelt. Das Wetter passte diese Tage herrlich zu meiner Stimmung, es war nass-kalt und widerlich draussen, so dass die Kids auch wenig Lust auf Unternehmungen ausser Haus hatten, was mich ehrlicherweise wenig gestört hat. 

Ansonsten habe ich einfach viel Tagebuch geschrieben, das hilft mir in solchen Phasen immer sehr, ausserdem hilft es, zu reflektieren und eventuelle Muster zu erkennen und daraus zu lernen und sie in Zukunft zu meiden. 


Essen 

Zu Essen gabs natürlich ganz normal, ich habe wie immer täglich gekocht, nur eben nicht fotografiert. Nur ein Bild von den Spareribs mit Mac’n’Cheese und Cornbread habe ich gemacht. 


TV, Filme & Bücher 

Da mein Hirn nicht so ganz funktioniert, wenn ich Anxiety- und Panikattacken habe, habe ich weder viel gelesen noch TV geschaut, irgendwie konnte ich einfach nichts aufnehmen und verarbeiten, mein Hirn hat Bilder gesehen und Worte gehört, aber nichts verstanden oder registriert. Gleiches galt für viele Leseversuche. Meine Augen glitten über die Worte, mein Hirn setzte die Buchstaben zusammen, aber es ergab keinen Sinn. 

Dennoch habe ich ca. 100 Seiten in „Das Pentagramm“ von Maxime Chattam gelesen und ausserdem ein weiteres Buch beim Aufräumen gefunden, ich wusste doch, dass ich ein paar Deutsche Bücher mehr hier habe. Gefunden habe ich Richard Laymons „Der Regen“ – ich muss ja zugeben, dass Richard Laymon meine Trash-Buch Guilty Pleasure ist, seine Werke sind nie sonderlich anspruchsvoll, aber spannend und unterhaltsam und kurzweilig. Viel Blut, viel Sex, geschriebener Splatter, in Lettern verewigtes B-Movie quasi, ein Muss für Genre Fans. 


Gebloggt & Geklickt 

Letzten Sonntag kam der Wochenrückblick Nummer 2 raus, ausserdem gab es eine Kürbisrezeptesammlung, die übrigens nur deswegen rauskam, weil sie die Woche davor schon vorgeschrieben war, diese Woche war ich, wie gesagt, einfach zu nix in der Lage. 

Ich habe aber auf anderen Blogs gestöbert und unter anderem bin ich auf dieses tolle Pilz Bruschetta Rezept gestossen, das ihr unbedingt mal ausprobieren müsst. Ausserdem habe ich diesen tollen Artikel über Psychische Störungen und Verharmlosungen im Sprachgebrauch gelesen. Und zu guter letzt noch einen Artikel über die Borderline Erkrankung, der einen guten und differenzierten Einblick in Emotionen und Gefühlswelt Betroffener gibt. 


Wie war Deine Woche so? Ich hoffe doch, etwas angenehmer als meine. Die kommende Woche werde ich es langsam angehen lassen, die Panikattacken kommen immer noch wieder, wenn auch weniger oft und heftig, ich hoffe, dass sie im Laufe der Woche wieder verschwinden und mich eine Weile in Ruhe lassen. 

3 Gedanken zu &8222;Weekly Edit #3&8220;

    1. Ewige Perfektion und Glitzerwelt ist auch ein wenig irreal. Das Leben darf auch mal nicht so toll, hart oder anstrengend sein und das darf man auch mal sagen, finde das wichtig, in einer Welt, in der Perfektion scheinbar an jeder Ecke mit solcher Einfachheit herrscht – oder einem zumindest vorgegaukelt wird.

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