Blogger ABC – A wie Arbeit

Heute geht es los mit dem Blogger ABC und zwar dreht sich heute Alles um den Buchstaben A wie ARBEIT.
Wie viel Arbeit ist so ein Blog und was genau steckt eigentlich dahinter?

„Ach, komm, n paar Bilder knipsen, n bissel was zu nem Lippenstift tippen, uh, wie schwer, das kann ich auch!“

Klar, jedes Hobby und auch jeder Beruf sind irgendwo Arbeit, jetzt nichts, wo man rumheulen müsste oder so, aber die Annahme, das Bloggen mal eben nebenbei und einfach so in wenigen Minuten geht, ist schlicht falsch. In der Tat steckt hinter einem Blog eine ganze Menge Arbeit, verschiedene Dinge, die hinter den Kulissen ablaufen und passieren, von denen der Leser dann gar nichts mitbekommt. Der sieht die Bilder, die Texte und denkt sich vielleicht hin und wieder genau Obiges. Gleicher Annahme bin ich zu Blogger-Anfangszeiten vor vielen Jahren auch noch erlegen…

Was genau tut man denn so als Blogger, ausser ein paar Bilder knipsen, was tippen und penetrant auf Social Media unterwegs sein, Selbstdarstellung betreiben und Free Shit und Goodies abgraben?

Hier ein kleiner Fragenkatalog, an dem ihr euch orientieren könnt, wenn ihr wollt (müsst das natürlich nicht, ihr könnt auch einfach frei von der Leber weg schreiben):
Blogerstellung – was man Alles tun muss, um überhaupt einen Blog zu erstellen?
Posts – wie viel und was an Arbeit steckt hinter deinen Posts?
Drumherum – was fällt noch so Alles an, ausser pures Post-Erstellen?

Blogerstellung

In der Regel fängt es mit dem Anfang an: dem Erstellen eines Blogs, was eventuell der in der Tat anstrengendste und forderndste Teil des Bloggens sein kann, vor Allem als Anfänger, abgesehen davon, quasi konstant und regelmässigen, qualitativen Content zu bringen… Oder auch nicht, das kommt dann drauf an, welche Ziele man mit dem Blog hat.
Man muss oder sollte sich über allerlei Dinge Gedanken machen und abarbeiten: welchen Namen soll mein Blog eigentlich haben, welche Themen will ich behandeln, wie sieht es rechtlich aus, welches Design will ich haben, welche Funktionen, Tools, Plugins und Social Media Auftritte brauche und will ich, auf welcher Plattform will ich bloggen, will ich selber hosten oder nicht etc.?
Wenn man diese Fragen geklärt hat, geht es an den eigentlichen Teil der Arbeit, den Blog erstellen, das Design anpassen, alle notwendigen Plugins und Tools raussuchen und einfügen, Über Mich texten, Vorstellungstext machen, Logo erstellen, Header erstellen, und und und. Das kann so einige Tage dauern, bis man soweit fertig ist, dass man losbloggen kann. Wie lange das dauert, kommt sicher drauf an, wo man bloggt, ob man selber hostet oder nicht, wie fit man im HTML und CSS ist und so weiter. Wenn man so ne kleine Nulpe ist, wie ich, dauert das eventuell was länger…
Was auch dazu gehört, ist ein paar Gesetztestexte etc. zu lesen, Bloggen ist nichts, was man einfach mal eben so tun kann bzw. darf, der Gesetzgeber hat einige Regeln, über die man Bescheid wissen und an die man sich natürlich auch halten sollte. Man sollte sich, bevor man überhaupt mit Designen etc. beginnt, sich in das Rechtliche rund ums Bloggen einlesen. Impressumspflicht, Datenschutzbestimmungen für Websitenbetreiber etc., Bildrechte, Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrechte, Deklarationspflicht bei Werbung und Urheberrechte sind alles Bereiche, in die man sich einlesen sollte, damit es nicht zu einer Abmahnung im schlimmsten Falle kommt.
In der Tat ist das Rechtliche oft genau das, was viele Blogger-Interessierte letztendlich doch abschreckt. Zum Thema Rechtliches wird es im Laufe des Jahres beim Buchstaben R noch einen ausführlichen Artikel geben.


Posts erstellen

Natürlich schreiben sich Posts nicht selber, auch da passiert, je nach Art des Postes, mehr oder weniger Hintergrundarbeit.
Man überlegt sich ein Post Thema und macht sich Notizen, je nachdem, worüber man schreibt, ist Recherche notwendig – man will ja keinen Mist verzapfen – oder man testet Dinge für eine Weile aus, schminkt ein Makeup, stellt ein Outfit zusammen, kocht etwas oder was auch immer, überlegt sich ein Postkonzept und so weiter.
Bei einer Produktreview muss zum Beispiel idealerweise erstmal über die Firma recherchiert werden, dann über das Produkt selber, Besonderheiten, Inhaltsstoffe und andere wichtige Eckdaten. Dann muss natürlich getestet werden, idealerweise über einen etwas längeren Zeitraum, idealerweise kann man sich ein gutes und umfassendes Bild über das Produkt machen. Dann muss fotografiert werden, Bilder sortiert und ausgewertet und bearbeitet werden, dann der Text geschrieben werden, formatiert, noch mal Korrekturgelesen, erst dann kommt es zur Veröffentlichung.
Bei Makeup Posts muss man natürlich erstmal ein Makeup schminken, das klappt eventuell nicht sofort ideal, das Ergebnis ist eventuell nicht ganz zufriedenstellend, man muss es vielleicht noch mal probieren. Dann müssen Bilder vom Makeup und eventuell auch den Produkten geschossen werden, sortieren, bearbeiten, texten etc.
Bei Outfit Posts steckt oft auch etwas mehr dahinter, als einfach etwas überwerfen und schnell ein Handybild knipsen. Die Leser sind heutzutage verwöhnter und ein Handybild im Spiegel reisst heute nicht mehr viel, heute scoutet man Locations und veranstaltet kleine Privatshootings, grosse Blogger arbeiten sogar nicht selten mit professionellen Photografen zusammen und schiessen Magazin-würdige Modestrecken. Auch danach gilt wieder, Bilder auswerten, sortieren, bearbeiten, texten etc.
Buchblogger verschlingen zig Bücher im Jahr, Kochblogger bereiten Essen vor, um es dann abufotografieren und es kalt zu essen, man muss teilweise, damit die Foodbilder auch schön werden, abgewandelt kochen, Essen hübsch und appetitlich drapieren, ausleuchten und und und.


Das Drumherum – Was sonst noch so anfällt

Damit ist es aber immer noch nicht getan, drumherum gibt es noch allerlei organisatorischen Kram und andere Kleinigkeiten, die genauso zum Bloggen gehören, wie das Post Schreiben selber.
Werbung für den Blog machen, auf Social Media aktiv sein, Instagram und Facebook gehören mittlerweile fest dazu, nicht wenige betreiben sogar noch einen Youtube Kanal nebenher oder twittern. Je nach Blogthemen können auch weitere Plattformen wie Polyvore, Pinterest, LookBook oder ähnliche interessant und hilfreich sein. Kommentare und emails beantworten, wenn man Kooperationen hat oder Geld mit dem Blog verdient, kommt auch noch Buchhaltung dazu, Rechnungen schreiben, Vertragsbedingungen aushandeln und noch vieles mehr. Auch sollte man sich idealerweise über die Rechtslage, was das Bloggen angeht, auf dem Laufenden halten, es ändern sich immer wieder Dinge, die man dann entsprechend anpassen muss, wenn man sich nicht der Gefahr einer Abmahnung hingeben will, Designs und Templates und Plugins sowie Programme müssen regelmässig upgedatet werden und Backups erstellt werden.


Wie man sieht, hinter einem Blog steckt in der Tat ein bisschen mehr als nur n paar Bilder knipsen und ein paar Zeilen auf dem Smartphone tippen.
Wie sieht das bei euch aus?
Ich freue mich schon sehr auf eure Beiträge und bin gespannt zu lesen, wie viel und was bei euch so anfällt.
Das Beitragsbild könnt ihr natürlich gerne nutzen.
Schaut auch bei Blogdings und ihrem Artikel zu A wie Arbeit und Ausbildung vorbei.

4 Gedanken zu &8222;Blogger ABC – A wie Arbeit&8220;

  1. Hallo,

    ich kann Dir einfach nur zustimmen: Bloggen ist super viel Arbeit.
    Viele unterschätzen leider immer noch den wirklichen Aufwand der hinter einem Blogartikel und einem ganzen Blog steht, denn es fängt ja mit dem Blogdesign an (mit dem man nicht immer total zufrieden ist) und geht über stundenlanges Bilder machen und bearbeiten bis zur Recherche und Schreiben von Blogartikeln.

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

    1. Nein, das soll ja kein MIMIMI Post sein, sondern eher vor allem Nicht-Blogger informieren, was denn alles hinter einem Blog steckt oder stecken kann. Und ja, man kann und sollte natürlich immer sein eigenes Ding durchziehen, wer sich aber um rechtliche Aspekte nicht informiert, der riskiert teure Abmahnungen, das ist ja dann auch nicht so klug. Selbst Rebellentum will manchmal gut geplant sein, lol.
      Im Grunde genommen ist ja eh quasi Alles Arbeit, sogar Aufstehen, einige Sachen im Leben machen Spass, da macht man die „Arbeit“ gerne und einige weniger und die Arbeit des Bloggens macht ja wahnsinnigen Spass. Und allerherzlichsten Glückwunsch zum Tausendsten Post, bis dahin wird es bei mir noch lange, lange dauern, aber ich freu mich drauf.

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