10 positive Veränderungen für 2017

 

 

 

Darüber, wie schlimm, katastrophal und furchtbar das Jahr 2016 für mich war, habe ich mich ja nun schon zur Genüge ausgelassen…
Fakt ist allerdings, dass viele dieser negativen Dinge schlicht an mir lagen und meine Schuld waren, bedingt durch einen negativen Lifestyle, den ich mir im Jahr angeeignet habe. Normalerweise nehme ich gute Vorsätze für das neue Jahr nur selten sonderlich ernst, nach einem solchen Katastrophen-Jahr ist es allerdings fast schon mehr als symbolisch, wenn man noch einen neuen, komplett unbefleckten Kalender, ein neues, frisches Jahr vor sich hat. Man nimmt sich doch da auch immer vor, jetzt alle Termine in Schönschrift einzutragen, die hastig hingeschluderten Notizen kommen erst später im Jahr dazu…
So ist es auch mit den Vorsätzen bei mir dieses Jahr – das Resultat aus viel Reflektion und Erkenntnis. Ich kann die Welt nicht ändern, aber wenn ich mich nicht ändere, dann wird sich gar nichts ändern.


Also, da fange ich doch mal bei mir an…
Ausserdem habe ich so langsam aber sicher die Schnauze von der Lethargie des vergangenen Jahres die Schnauze voll, genug davon, nie Energie zu haben, ich immer mies zu fühlen, nie was auf die Reihe zu bekommen.
Und Gott, Leute, ich sag euch eins, ich bin alt – nee, mit 30 nicht wirklich, aber ich werde alt. So alt, dass einem der Körper selbst Kleinigkeiten im Bezug auf ungesunden und miesen Lebensstil nicht mehr so einfach verzeiht, im Gegenteil, ich bin so alt, dass mein Körper auf Sünden mit mehr Vehemenz reagiert als Trump Rally Teilnehmer auf Immigranten oder Minderheiten.
So kann das nicht weiter gehen…

1 – mein EDNOS wieder in den Griff bekommen

Buh, häh, was?
Auf anderen Blogs kommen’se mit Fitness-Kram und abnehmen und die Tante hier labert von EDNOS.
Was ist das überhaupt?
Eine Form der Essstörung und zwar Eating Disorder Not Other Specified, das bedeutet, dass es sich um eine Sonder- oder Misch-Form handelt, die nicht in die klassischen Schemata passt.
Technische Feinheiten aber beiseite, ich leide schon seit ich ca. 12/13 Jahre alt bin, darunter, es war lange Zeit sehr schlimm, dann dank Therapie besser und in 2016 schlichen sich immer mehr negative Angewohnheiten und Verhaltensweisen wieder ein. Ich brauchte fast das gesamte Jahr um auf den Trichter zu kommen, dass diese andauernde Übelkeit und das Unwohlsein nichts Anderes als purer Hunger waren. So sehr hatte ich verlernt, auf die Signale meines Körpers zu hören…
Dass es so nicht weiter gehen kann, ist klar, ich muss etwas tun.
Ich will vor allem anfangen, regelmässige Mahlzeiten zu essen, gesünder, weniger Snacken und weniger Fast Food und weniger verarbeitete Nahrungsmittel, frischer, lokaler etc. Ausserdem werde ich wieder anfangen, Ernährungstagebuch zu führen, das hat mir bereits mehrfach sehr geholfen, einen Überblick zu bekommen, wie viel und was ich überhaupt esse.

 

2 – Sport

Ha, da ist es ja!
Sport – mit dem Vorsatz bin ich nicht alleine, das ist wohl einer der am häufigsten genannten guten Vorsätze, die überhaupt so existieren.
Bei mir ist es ne Mischung aus: ich bin so verdammt untergewichtig und dennoch untrainiert, dass das ungesund ist. Ich muss zunehmen und idealerweise Muskelmasse. Ich bin ein Schwächling, mich pustet sogar Wind um und bei 2 grossen Kanistern Milch habe ich Probleme, ne Treppe raufzukommen…
Nee, das geht so nicht weiter.
Gesund werden steht im Vordergrund, wenn auch ich natürlich zugeben muss, dass etwas Eitelkeit auch dabei ist. Wie ich schon erwähnte, mit 30 bin ich zwar nicht alt, aber mein Körper fängt an, abzubauen, ist einfach so, Biologie und so und dem würde ich gerne entgegenwirken, Bindegewebe stärken und so. Ausserdem sind viele Squats meine einzige Chance, jemals nen Hintern zu haben, also auf geht’s !

 

3 – meinen Arsch hochbekommen

Wenn es einen Weltmeister-Titel im Prokastinieren im Jahr 2016 gegeben hätte, das wäre ich gewesen.
2016 ging gar nix, pure Lethargie, null Motivation, Antriebslosigkeit – teils natürlich wohl dem Burnout geschuldet, die gefühlte Lähmung angesichts aller Aufgaben sicherlich heilsam, nach Monaten aber einfach nur nervig. Rauskommen aber ach so schwer. Und gleichzeitig so einfach – einfach machen. Klingt so simpel, kann so unmöglich sein.
Dieses Jahr soll sich das ändern, statt immer nur zu planen und jedes Detail zig-mal durchzukauen, will ich endlich mal TUN. Aktiv werden, den Hintern hochbekommen eben. Manchmal hilft einfach nichts anderes mehr, als einfach tun…

 

4 – weniger Medikamente nehmen / alternative Medizin nutzen

Mit dem Gesund-Sein hab ich es nicht so, merkt man schon, ne?
Das Ding mit den meisten Medikamenten und auch Schmerzmitteln sind die Nebenwirkungen und der Fakt, dass der ganze Kram eben auch einfach den Organismus sehr belastet, vor allem, wenn oft oder dauerhaft eingenommen. Da ich in den vergangen Monaten so grosse Erfolge mit CBD erzielt habe, würde ich das gerne weiterverfolgen und eventuell ganz auf CBD umsteigen – ein kompletter Verzicht auf klassische Schmerzmittel etc. wäre mehr als klasse.
Generell will ich nicht immer nur Symptome totschlagen, wenn ich krank werde, sondern versuchen, mich wirklich auszukurieren, statt Alles zu ignorieren und normal weiter zu machen, aber auch alternative Medikamenten öfter mal ne Chance geben.

 

5 – weniger stressen

Ich denke viel, zersetze Dinge in die kleinsten Details und Eventualitäten, spiele alle möglichen Szenarien durch etc. Oft ZERdenke und seziere ich Dinge, obsesseire über Kleinigkeiten und Details, die gar nicht so wichtig sind, mache mir oft unnötige Sorgen um Dinge, auf die ich keinerlei Einfluss habe und mache mir darüber das Leben selber schwer – und manchmal auch meinen Mitmenschen. Ich steigere mich leicht in Dinge hinein, muss immer die absolute Kontrolle haben und drehe durch, wenn dem nicht so ist. Oh ja, ich bin ein Kontrollfreak.
Ich würde gerne etwas entspannter und ruhiger werden, weniger Stress, weniger Sorgen, einfach mal loslassen und das Hier und Jetzt geniessen.

 

6 – Zeit für mich

Als Mama wohl oft eine der grössten Herausforderungen und genau das, was am ehesten untergeht. Die Zeit für sich selber….
Daran will ich gerne bewusst arbeiten, KJ geht in die Schule und ist unter der Woche ausser Haus (wenn nicht gerade Ferien sind) und Mini scheint in einer grossen „ich will alles selber machen“ Phase zu sein und Mama wird aktuell NICHT gebraucht – natürlich doch, aber wir geben es gerade nicht gerne zu und spielen auch gerne mal 15 Minuten alleine.
Sei es mein Makeup zu machen, in die Badewanne gehen oder einfach mich auszuruhen, wenn ich krank bin und der Mann da ist – ich bin auch wichtig, ich darf mir auch was Gutes tun.

 

7 – meine Zeit besser nutzen

Nur mal kurz bei Facebook… DING, es ist 2 Stunden später…
Kennen vielleicht einige. Definitiv ein Zeitfresser, dazu Handyspiele, hier mal Instagram, oh guck mal, da hat wer kommentiert…
Ich will 2017 weniger in Social Media rum-sumpfen und meine Zeit etwas produktiver verbringen, mehr lesen, wieder zeichnen, spazieren gehen, Sport, photografieren, schlicht am Blog arbeiten statt 30 Mal in Facebook Gruppen das Gleiche zum selben, immer wiederkehrenden Thema zu schreiben.

 

8 – positiver sein

Ja, ja, 2016 war scheisse, wir haben es jetzt alle kapiert und jetzt ist auch genug mit der ganzen Negativität.
Ich mag Lady Gaga’s Reaktion auf Trump’s Wahl sehr: Love Trump’s Hate – Liebe Trump’s Hass.
Genau das soll mein Motto in diesem Jahr sein, Negativität gibt es schon genug, ich will Sonnenschein verbreiten, vom Besten ausgehen, optimistisch und positiv ins Leben blicken und vor Allem: Wenn sonst nichts mehr geht – besiege sie mit Nettigkeit.

 

9 – ethischer und bewusster leben

Das mache ich schon seit Jahren immer mehr und mehr und will das auch dieses Jahr so fortführen, Müll vermeiden, Konsum ethischer halten, lokal und saisonal einkaufen, ehrenamtliche Tätigkeiten und mehr. Man kann so Vieles tun und Kleinigkeiten können einen grossen Unterschied machen.

10 – niemals aufgeben

Ich war 2016 an einem meiner tiefsten Punkte seit langer Zeit und danke meinem Mann von Herzen, dass er so wahnsinnig verständnisvoll und geduldig war und ist und mich so unglaublich toll unterstützt hat und immer für mich da war und ist.
Gleichzeitig habe ich gesehen, wie das Leben einfach immer weiter geht, die Sonne geht unter und auf, egal was passiert, der Welt ist das Alles egal. Und die Welt ist auch wunderschön, in all dem Mist und Bullshit um uns rum ist so viel Schönheit, oft im kleinsten Detail versteckt. Diese Schönheit und dieses Licht will ich aktiv suchen, nicht erst dann, wenn ich sonst nur Dunkelheit sehe.

 

Ich will Alles daran setzen, 2017 aktiv toll zu machen.
Habt ihr Vorsätze jeglicher Art für 2017?
Wenn ja, welche?

6 Gedanken zu &8222;10 positive Veränderungen für 2017&8220;

  1. I feel you on so much of this! I have been wasting so much time on social media and phone games . I used to do cross-stitch, I used to read a ton, I used to do crafty stuff, I used to bake more, I have a ton of coloring book and supplies that are sitting unused. I need to disconnect more and live more. Although I will never give up on social media entirely though; I really have no friends in real life because I never meet people I connect with in person but have met amazing people online. Hubby and I have talked about eating better too. We have come to rely entirely too much on processed crap which I know contributes to my migraines and I want to learn to cook more. I think it comes down to living a more mindful life, being present in the moment and not mindlessly scrolling and wasting time. I’ll be right there with you in try to better myself and be more healthy. But I also won’t beat myself up when I fall back into old habits because I need to be kinder to myself also. I also want to say that I’m so glad we’ve become friends on FB; I appreciate your points of view and comments on things. I’m a message away if you ever need an ear to listen. And thank you for this honest, thoughtful post.

    1. The whole “ I used to“ game is strong with this one, here, too, lol.
      A lot did change when we moved to the US, the infrastructure here is a lot different and many things and activities (and of course, also friends and family) were much more accessible in Germany.
      And thanks for what you said, I do love seeing your posts on FB amongst all the stupidity and ignorance that’s being spread, they are a beacon of hope sometimes.
      I hope, you have an amazing 2017 <3

  2. Wirkliche Vorsätze habe ich, wie jedes Jahr, eigentlich nicht. Ich würde gern dieses Jahr wieder mehr für den Blog machen. Es irgendwie schaffen, nach Feierabend mal Elan für irgendwas außer Couch (also Bett, Couch hab ich keine mehr XD) zu haben. Mal wieder mehr machen als Schule, Arbeiten und am Wochenende in den Seilen hängen. Grad im Winter fällt mir das aber total schwer, Motivation zu finden. Ich bin wie in nasser Sack, seit es kalt ist *haha*
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen bei Deinen Vorhaben! Tschaka und so 😉
    Liebe Grüße!

    1. Oh, nach der Arbeit noch gross was machen, das ist gar nicht so einfach, das sehe ich am Mann: der kommt Heim und ist fertig, wir machen hier auch nicht viel mehr ausser Couch und kuscheln mit den Kindern, jedenfalls selten in letzter Zeit, was aber auch, wie du sagst, an der Jahreszeit liegt, da ist der Elan meist noch weniger da, als sonst.
      Dir auf jeden Fall auch Tschakka !!!
      2017 wird unser Jahr!

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