2016 – Ein Jahresrückblick

Die letzten Stunden im Jahre 2016 (ihr Glücklichen, bei euch in Deutschland ist aktuell schon 2017) und ich warte quasi nur nervös drauf, dass noch was Schlimmes passiert. Irgendwas, das Jahr hat hier noch 10 Stunden, 2016 war hier so furchtbar, ich wäre fast enttäuscht, käme nicht noch ein Hammer in der letzten Stunde oder so.


Das gesamte Jahr war für mich eine Katastrophe, wann immer ich dachte „na, wenigstens kann es jetzt nicht mehr schlimmer werden“, meinte 2016, noch eins draufzulegen, wann immer ich dachte, die Menschheit kann gar nicht mehr tiefer sinken, griff 2016 zur Schaufel – doch, da geht noch was. Das Jahr war durchweg wie Trump, unnötig, unerträglich und immerzu bemüht, mich noch mal so richtig bei der Pussy zu fassen.

Gesundheitlich fing das Jahr auch nicht so toll an, vom Psychischen will ich gar nicht erst reden. Gesund wurde ich das ganze Jahr nicht wirklich, Erkältungen, Fieberschübe, Migräne-Attacken, immer wieder Magen-Darm Erkrankungen und ich war generell komplett fix und alle. Nach den ersten Monaten des Jahres kam dann eine Burnout Diagnose dazu und mein Broderline tickte komplett aus, mein Essverhalten wurde immer bedennklicher, der Stress zeigte sich – wir hatten zu der Zeit mehrere obdachlose Freunde und Kinder, dazu deren Hunde aufgenommen, das Haus war voll, ich am Dauerrotieren, es war laut und gab keine Rückzugsmöglichkeiten, das war für alle Beteiligten nicht einfach, für mich in diesem Jahr schlicht zu viel.
Irgendwann ging gar nichts mehr, die letzten paar Monate versuchte ich, mich langsam aber sicher aus der Lethargie, in die ich verfallen war, auszubuddeln.
Das Alles fällt mir nicht leicht zu schreiben, Alles noch mal Revü passieren lassen, alles Negative noch mal zurückholen, aber auch der Fakt, dass es mich angreifbar macht und schwach wirken lässt. Psychische Krankheiten sind immer noch grosses Tabu-Thema, etwas, worüber man nicht spricht, oft noch mit Schwäche und sogar Faulheit gleichgesetzt. Das will ich gerne mit ändern, dieser Blog als Neubeginn unter anderem genau deswegen entstanden – ich will mit dem Tabu brechen, offen drüber reden, vielleicht anderen Betroffenen helfen mit dem Aufzeigen, dass sie nicht alleine sind und dass es auch Anderen ähnlich geht. Dies wird also in 2017 wiederholt Thema sein – bei Fragen oder so, immer her damit.

Aber nicht Alles war schlecht, was einen nicht umbringt, macht nur härter – ob das so stimmt, weiss ich nicht, mich hat es auf jeden Fall trotzig gemacht und nachdenklich. Ich habe mich in den vergangenen paar Jahren radikal verändert, das wurde mir dieses Jahr nur umso mehr bewusst. Gleichzeitig ärgert und frustriert mich diese Stagnation in diesem Jahre und umso mehr bin ich gewillt, diese positiven Veränderungen in der Zukunft voranzutreiben. 2016 mag hart gewesen sein, aber dir zeig ich es, 2017 wird mein Jahr – ich will gesünder werden, habe viele Pläne für den Blog, ich will nicht mehr rumsitzen und herummotzen, wie mies Alles ist und der Umgebung die Schuld an meinem Leiden und Unwohlsein geben und statt dessen aktiv werden, Etwas tun, etwas ändern und da ich die Welt nicht gross ändern kann, tu ich das, was ich kann – MICH selber und meine Einstellung ändern. Ich will diese Negativität aus 2016 nicht weiter führen, sondern ins Jahr 2017 mit so viel Naivität und Positivität gehen, dass einem Glücksbärchi von meinem Optimismus und grossen Plänen schlecht würde, ich will Misthaufen mit Glitzer bestreuen, wenn es das Letzte und Einzige ist, was ich noch tun kann, um etwas Schönes und schimmerndes in der Welt zu haben.

Ich will gar nicht so sehr, dass 2017 besser wird, ich will, dass ICH 2017 besser werde!

Auf ein tolles 2017 und 2016 verscharren wir jetzt einfach ganz tief und reden nie wieder drüber….

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