Warum ein kompletter Neubeginn?

Ich habe es getan!!!!

Was? Wie? Wo? Wer?

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Ich schreibe die ersten (deutschen) Zeilen auf meinem neuen Blog, ein neues Stückchen Internet, mein kleines Stückchen Internet, das in den kommenden Wochen und Monaten stetig wachsen wird.
Was ist nun das so Tolle und Revololutionäre an einem weiteren, neuen Blog, einem weiteren unter Millionen und Aber-Millionen?

Nun, an diesem hier ehrlicherweise so absolut nichts, eher der Fakt, dass ich für diesen Neubeginn in den Weiten des Internets einen 5 Jahre alten, recht gut laufenden Blog aufgegeben habe.

 

Warum das?

 

So dramatisch, wie es klingt, ist es gar nicht. Lange Zeit schon haderte ich mit meinem alten Blog, ich wollte so Vieles ändern, haderte mit den Fehlern und der Unprofessionalität, die ich in den Anfängen des Blogs gemacht hatte – dieser Blog war der, an dem ich quasi durch pures Ausprobieren und Erfahrung all Das, was ich jetzt über das Bloggen weiss, gelernt habe. Die Thematik, die ich behandelte, interessiert mich zwar immer noch – auch hier werdet ihr viel Beauty und Mode finden – aber ich wollte nicht, dass mein Blog nur darauf reduziert wurde. Ich selber habe so vielfältige Interessen und jeder Versuch, den alten Blog in andere Richtungen zu beleben, scheiterte. Eventuell schlicht daran, dass ich selbst nicht so ganz daran glaubte, schon lange nicht mehr wirklich hinter dem stand, was ich da tat, es mehr aus Pflichtgefühl geschah. Und zuletzt, ich identifizierte mich immer weniger mit meinem alten Blog, die Person, die diesen Blog gestartet hatte, hatte sich in den Jahren so verändert, dass ich nicht mehr viel mit ihr gemein hatte und in der Tat mich sogar distanzieren wollte. Sagen wir es mal so, ich war jung und dumm, manchmal sehr dumm, naiv, in vollstem Glauben ich sei die Krone der Schöpfung – natürlich war dem nicht so und das lernte ich in den letzten Jahren und veränderte mich sehr, meine Einstellungen, Denkweisen, aber auch Stil etc. Der Blog war wie ein letztes Überbleibsel meines alten Ichs, es war Zeit, endlich loszulassen, Angst vor Neuem hat noch nie Verbesserung oder Fortschritt gebracht.

 

Angst wovor eigentlich?

 

Zum einen, Angst zu scheitern. Ich hatte mir in den Jahren eine nette Leserschaft aufgebaut, über 7.5 K Follower, was zwar nicht enorm viel, aber eben auch nicht wenig ist, ich hatte regelmässige Kooperationen etc. Zufrieden war ich nur halt nicht, aber ein neuer Blog? Das bedeutet, wieder bei 0 anfangen und vielleicht gar keine Leser bekommen? Oder viel weniger?

Angst vor Ablehnung und dem Scheitern, klar, da muss ich ganz ehrlich sein, die war da. Andererseits bloggte ich unmotiviert und voller Zwang auf dem alten Blog vor mich her, dann doch lieber mit Spass an der Sache dabei sein, auch wenn es nur Wenige oder gar Keiner lesen, auch wenn es keine Kooperationen bringt, auch wenn es keine tausende Leser anzieht.

Und dann war da die schlichte Angst vor der Technik: Was, wenn ich mit WordPress nicht klar komme? WP ist, ohne Zweifel, komplexer als Blogger, was mich als Anfänger abgeschreckt hatte, lockte mich nun mit mehr Erfahrung immer mehr – die Angst war aber dennoch da. Letztendlich überwog schliesslich die Unzufriedenheit mit den Möglichkeiten, die Blogger so bietet, dennoch – die war nämlich schon sehr lange, über Monate da und so langsam half auch aller Versuch des Schön-Redens nicht mehr über die Einschränkungen hinweg.

Ich wollte mehr Freiheit im Design, immer öfter ärgerte es mich, dass Änderungen aus dem Editor nicht auf die Seite angewandt und übernommen wurden, Bilder nicht angepasst und in den Fliesstext eingebunden werden konntenn, etc. etc. etc. Und letztlich auch das hier – der Sprachen-Button, mit dem man auf Knopfdruck die Sprache des Posttextes ändern konnte, war bei Blogger keine Option.

Lange Zeit war ich unsicher, ob ich überhaupt wieder auch auf Deutsch bloggen wollte, es ist halt in der Tat ein Mehraufwand, letztlich habe ich auch meine deutsche Leserschaft doch vermisst, aber auch das Schreiben in Deutsch, immerhin blogge ich genau deswegen so gerne, weil ich so gerne schreibe. Deswegen wird es auf dem Blog auch manchmal Exklusiv-Content (haha, ja, grosse Worte für ein kleines Blögchen) auf Deutsch oder Englisch geben.

Letztlich bin ich mehr als froh, endlich diesen Schritt gewagt zu haben, das Setup und die Installation, Design und Erstellung, sowie das Finden und Einbinden aller Plugins war viel einfacher, als ich es erwartet habe, vergleichbar simpel wie bei Blogger, dank der vielen Gestaltungsmöglichkeiten und Freiheiten, die WP bietet, meines Empfindens sogar etwas einfacher, als manuell zu versuchen, komplexere Elemente bei Blogger einzubinden.

Der Start war super und ich liebe es, mich hier ganz frei auszutoben.

 

Und vielleicht begleitet mich auch ein kleiner Teil deutscher Follower auf meiner Reise durch mein kleines Stück internet.

6 Gedanken zu &8222;Warum ein kompletter Neubeginn?&8220;

  1. 🙂 So, gleich mal Deinen neuen Blog bei feedly in die Liste gepackt 🙂
    Der neue Blog gefällt mir optisch schon mal echt gut. Jetzt lese ich mich erst mal durch Deine Beiträge.
    Ich hab nämlich erst gestern (oder war’s vorgestern?) bei Instagram mitbekommen, dass Du einen Neustart machst.
    Dazu auf jeden Fall viel Erfolg und Freude!
    Ich bin gespannt.
    Liebe Grüße
    Nyxx

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